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Sprachliche Korrektur II

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......@@ -6,13 +6,13 @@ Dieses Kapitel gibt eine kurze Einleitung in Roboterethik und widmet sich einige
Kurz gesagt werden wir in diesem Kapitel Folgendes betrachten: (1) Im ersten Abschnitt werfen wir einen kurzen kulturhistorischen Blick auf unsere Obsession mit künstlichen Kreaturen. (2) Wir wenden uns dann der Roboterethik zu und beleuchten, was es damit auf sich hat. (3) Wir sprechen einige ethische Aspekte der aktuellen Robotertechnologie an. Vor allem betrachten wir hier Militärroboter, selbstfahrende Autos sowie Roboter, die als Begleitung oder zur Pflege dienen.
### (1) Zunächst etwas Geschichte
## (1) Zunächst etwas Geschichte
Menschen sind seit Langem besessen von künstlichen Kreaturen. Denken wir nur einmal an Talos, dem riesige Bronzeroboter aus der griechischen Mythologie, der angeblich gut Feinde bekämpfen kann (schon im Jahre 400 v.Chr.). Dann gibt es natürlich noch den Golem aus der jüdischen Tradition, eine Kreatur bestehend aus nicht-organischem Material, wie z.B. Lehm, die durch Magie zum Leben erweckt wird. Ein weiteres Beispiel, das den Robotern ähnlicher ist, bringt uns Leonardo da Vinci, der einen mechanischen menschenartigen Ritter erschaffen hat (um 1490). Unsere Besessenheit von künstlichen Kreaturen allgemein und mechanischen Robotern im Speziellen ist nirgends offensichtlicher als in Film und Literatur. Um hier nur zwei historische Beispiele zu nennen: E.T.A. Hoffmans berühmte Geschichte "Der Sandmann" (1816), die eine künstliche Frau namens Olimpia zeigt sowie unter den Filmen der Klassiker "Metropolis" von Fritz Lang, in dem die künstliche Kreatur Maria Unruhe stiftet. Natürlich könnten wir diese Liste fortführen bis wir zu den neuesten Folgen in der Popkultur gelangen und süße kleine Roboter wie Wall-E (2008) oder ausgeklügelte Mördermaschinen wie in dem Film "Ex Machina" (2014) aufzählen.
In Anbetracht unserer Obsession von künstlichen Kreaturen dürfte es also nicht überraschend sein, dass wir uns in einer Phase von technischer Entwicklung befinden, in der Vakuumroboter wie Roomba unsere Wohnungen putzen, selbstfahrende Autos in naher Zukunft auf die Straßen kommen und Roboterassistenten in Krankenhäusern oder Altenheimen eingesetzt werden[^2] .
### (2) Roboterethik
## (2) Roboterethik
Bevor wir zur Roboterethik kommen, zunächst ein Wort über die Klassifizierung von Robotertechnologie. Wie zu erwarten ist, gibt es viele Wege, Robotertechnologie zu klassifizieren. Hier ein Beispiel von Kopacek (2013):
......@@ -24,8 +24,12 @@ Was ist also Roboterethik? Um dies zu beantworten, werfen wir zunächst einen Bl
Im traditionellen Sinne hat Ethik mit dem eigentlichen Verhaltenskodex gegenüber anderen menschlichen und nicht-menschlichen Lebewesen zutun. Allerdings schließt Ethik heutzutage ebenso die Reflexion über richtiges und falsches Handeln bzgl. der Umwelt ein und umfasst nun auch die Reflexion darüber, wie wir unsere Roboter behandeln sollten. Auf das Verhalten zu den von uns geschaffenen Kreaturen kommen wir im letzten Abschnitt zurück. Zunächst widmen wir uns der Roboterethik.
Allgemein gesagt beschäftigt sich die Roboterethik mit der Examinierung und Analyse ethischer Aspekte, die mit dem Design und dem Gebrauch von Robotern im Zusammenhang stehen. Zum Beispiel Fragen, ob manche Roboter nicht benutzt werden sollten, da sie eine Bedrohung für das menschliche Wohlergehen darstellen oder ob manche Roboter gegen Werte und menschliche Interessen, wie Privatsphäre, verstoßen. Und nochmal: ethische Examinierung beschäftigt sich hier auch damit, Gründe für Haltungen und bestimmte Handlungen zu liefern. In diesem Kapitel fokussieren wir Roboter, die ein gewisses Level an Autonomie besitzen. Warum ergibt sich an dieser Stelle die Diskussion um Autonomie? Nun, zugegebenermaßen werfen alle Roboter ethische Fragen auf, aber generell steigt mit wachsender Autonomie die erforderliche Sensibilität und die Notwendigkeit einer genauen Prüfung. Das Hauptaugenmerk im nächsten Abschnitt liegt auf der Robotertechnologie, die einen gewissen Grad an Autonomie oder "Intelligenz" erfordert, d.h., dass die Robotoer dazu in der Lage sind, bestimmte Aufgaben ohne das Eingreifen eines Menschens zu erledigen. Es muss dabei bedacht werden, dass Autonomie von Robotern nicht mit Autonomie von Menschen verwechselt werden darf. Letztere bedeutet nämlich für gewöhnlich, dass man sein Leben nach seinem eigenen Gewissen führt.
### (3) Roboter und Ethik
Eine kurze Zusammenfassung des bisher Angesprochenen: Wir haben zuerst unsere Obsession von künstlichen Kreaturen und Robotern betrachtet. Danach haben wir eine einfache Klassifizierungsmöglichkeit für Roboter eingeführt. Am wichtigsten war jedoch, dass auch Ethik und Roboterethik angesprochen wurden. Im nächsten Abschnitt werfen wir einen Blick auf einige ethische Probleme, die in Verbindung mit besonderen Robotertechnologien aufkommen. Insbesondere konzentrieren wir uns dabei auf vier Typen der Robotertechnologie: Militärroboter, Begleitroboter, Roboterassistenten und autonome Fahrzeuge.
## (3) Roboter und Ethik
Die natürlichste Frage, die viele Menschen beim Thema Roboter im Kopf haben, ist: Wie kriegen wir Roboter dazu, sich so zu verhalten, wie wir es für angebracht erachten? In seinen Romanen präsentiert der Autor Isaac Asimov eine Antwort auf diese Frage. Er plädiert für die Vorstellung, dass Roboter gemäß unseren moralischen Regeln oder Gesetzen programmiert werden können. So könnte der Roboter z.B. so eingestellt werden, dass er X, aber nicht Y macht. Die Regeln, die er einführt, sind als "Asimovsche Robotergesetze" (engl. "Three Laws of Robotics") bekannt geworden und lauten folgendermaßen:
......@@ -39,7 +43,7 @@ Nun scheint auf den ersten Blick die Idee, das Verhalten von Robotern gemäß ei
Zu guter Letzt stellt sich das Problem, dass die Asimovschen Gesetze in manchen Kontexten nicht umsetzbar sein können. Es kann z.B. Kontexte geben, in denen wir erwarten, dass der Roboter einem menschlichen Wesen Schaden zufügt. Dies führt uns zu der ersten Robotertechnologie, auf die wir konkreter schauen werden: Militärroboter.
## Militärroboter
### Militärroboter
Es ist nicht überraschend, dass das Militär an vorderster Front steht, wenn es um Robotertechnologie geht. Militärroboter sind hier, um hier zu bleiben. Z.B. berichtetet die New York Times 2005 von Plänen des Pentagons, Soldaten durch Roboter zu ersetzen und [nur fünf Länder unterstützten eine UN-Resolution zum Verbot von Killerrobotern](https://www.theverge.com/2014/5/16/5724538/what-happened-at-the-un-killer-robot-debate). Hier ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass vollautonome Waffen bereits existieren (in diesem Kontext bedeutet "autonom", dass der Roboter ohne menschliche Intervention seine Aufgaben ausführt). Südkorea besitzt ein automatisches Maschinengewehr, [das ohne menschliche Befehle Ziele identifizieren und beschießen kann](http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-2756847/Who-goes-Samsung-reveals-robot-sentry-set-eye-North-Korea.html). Ein weiteres Beispiel stammt aus Russland, wo das Militär autonome Panzer einsetzt, [um kritische Gebiete abzupatrouillieren](https://www.newscientist.com/article/mg22229664-400-armed-russian-robocops-to-defend-missile-bases/).
......@@ -50,7 +54,7 @@ Trotz ihrer Fähigkeit, Menschen zu erschießen und trotz ihres gelegentlich ein
Trotz dieser (potentiellen) Vorteile müssen einige wichtige ethische Aspekte angesprochen werden: Eine der drängenden Fragen ist, ob Militärroboter die Autorität innehaben sollten, auf Menschen zu schießen, ohne dass ein Mensch darüber informiert ist. Dies ist besonders relevant, weil wir die Fähigkeit der Roboter sicherstellen müssen, zwischen Streitkräften und Zivilisten zu unterscheiden. Weiterhin könnte die Verfügbarkeit von Militärrobotern die Schwelle zu bewaffneten Konflikten senken. Denn hat man eine Gruppe Roboter, die für die eigene Seite kämpfen und somit keine menschlichen Verluste entstehen lassen (!), könnte dies die Motivation für bewaffnete Konflikte erhöhen. Im Zusammenhang damit steht das Problem der möglichen Bequemlichkeit im Verwenden von Robotern, wodurch die Haltung gefördert wird, dass Militärroboter die "technische Standardlösung" für Probleme werden und andere, friedvollere Lösungen außer Sicht geraten. Außerdem stellt sich die Frage, wie die Verantwortung zu verteilen ist, v.a. wenn ein Militärroboter Menschen verletzt, die nicht verletzt werden sollten. Wie bestimmen wir, wer für das Verhalten von Militärrobotern verantwortlich ist, insbesondere wenn sie autonom sind? Diese Angelegenheit ist sehr komplex, da wir die Vielzahl der beteiligten Rollen berücksichtigen müssen: Die Schöpfer des Roboters (inkl. IT-Unternehmen, die die Software herstellen sowie andere Forschungsinstitutionen) oder das Militär (z.B. die Leute in der Befehlskette wie Kommandeure und Soldaten). Vielleicht könnten wir aber auch dem Roboter selbst die Verantwortlichkeiten zuschreiben? Natürlich ist es nicht überraschend, dass Philosophen einiges zu diesem Thema zu sagen haben. Manche Autoren haben dafür plädiert, dass es unmöglich ist, die Verantwortung irgendeiner dieser Rollen zuzuteilen, wenn es um Militärroboter geht (z.B. Sparrow 2007). Andere Autoren hingegen haben genau diesen Weg zur Zuteilung dieser Verantwortung vorgeschlagen (z.B. Schulzke 2013)[^4] .
## Begleitroboter
### Begleitroboter
Nach dem eher trostlosen Thema der Killermaschinen können wir uns nun den erbaulicheren Maschinen widmen: Begleitroboter. Normalerweise dienen diese Roboter irgendeiner Art von Interaktion, wie z.B. Sprache oder Gestik. Kurz gesagt sind Begleitroboter Roboter, die – wie der Name schon vermuten lässt – Leuten zuhause, auf der Arbeit, im Krankenhaus oder Altenheim Gesellschaft leisten. Das klassische Beispiel ist hier Paro, die flauschige Roboterrobbe, die in Altenheimen zur kognitiven Stimulierung oder Beruhigung demenzkranker Personen genutzt wird. Zwei neuere Begleitroboter sind Kuri und Buddy. Diese beiden sollen eine Allround-Begleitung darstellen, die Musik abspielen, an Aufgaben und Pflichten erinnern sowie [mit der eingebauten Kamera zu bestimmten Orten im Haus geschickt werden können, um dort etwas zu überprüfen](https://www.wired.com/story/companion-robots-are-here/).
......@@ -59,7 +63,7 @@ Ein anderes ethisches Problem betrifft das Autoritäts- und Autonomielevel, das
Einige dieser oben angesprochenen Aspekte treffen auch auf Roboterassistenten zu, auf die wir im Folgenden zu sprechen kommen.
## Pflegeroboter
### Pflegeroboter
Pflegeroboter sind Roboter, die wichtige Aufgaben in der Pflege anderer Menschen erfüllen, hauptsächlich bei Älteren oder körperlich Beeinträchtigten. Solche Aufgaben können das Greifen und Heben von Objekten, oder das Tragen und Ernähren von Menschen sein. Der sogenannte Care-O-Bot wurde vom Fraunhofer Institut entwickelt und stellt beispielhaft den neuesten Stand der Technik dar. Er ist mit einer Ablage, um Dinge herbeizubringen, ausgestattet und mit einer Tablet-Schnittstelle zur Anzeige von Webseiten versehen. [Darüber hinaus kann der Roboter seine Nutzenden an die Einnahme von Medikamenten erinnern oder Hilfe holen, wenn dieser gestürzt ist und nicht allein aufstehen kann](https://www.care-o-bot.de/en/care-o-bot-3.html).
......@@ -67,7 +71,7 @@ Es gibt klare Vorteile von Pflegeroboter. Natürlich können sie ältere und kra
Dennoch sollten wir nicht so sorglos sein und wichtige ethische Fragen vernachlässigen, wenn es um Pflegeroboter geht. Einer der drängendsten Aspekte ist der mögliche Konflikt zwischen den Werten Autonomie und Wahlfreiheit der Nutzenden und dem Level des Einmischens in das Leben der Älteren. Wie hartnäckig soll der Roboter beispielsweise sein, wenn eine Person ihre Medikamente nicht nehmen will? Ein weiteres offensichtliches Problem betrifft den Datenschutz. Pflegeroboter werden in einer empfindlichen Umgebung eingesetzt und können auch Zugang zu medizinischen und anderen persönlichen Daten des Besitzers haben, weshalb sichergestellt werden muss, dass diese sicher sind und nicht in fremde, ausnutzende Hände gelangen. Außerdem können Pflegeroboter zu einem reduzierten Sozialkontakt der Senioren führen, da Verwandte eventuell eher einen Roboter anstellen als menschliches Pflegepersonal oder seltener einen Besuch abstatten, da die Großmutter bereits Gesellschaft hat. Weiterhin können sich von Pflegerobotern versorgte Menschen objektifiziert fühlen, weil sich eine Maschine um sie kümmert. Es lauert auch das Problem der Täuschung, wie bereits oben bei den Begleitrobotern angesprochen. Man könnte den Standpunkt vertreten, dass Roboter die Illusion einer Beziehung schaffen: Sie könnten die Nutzenden oder Behandelten "täuschen", indem sie als Begleiter oder Freund auftreten, obwohl der Mensch ihnen eigentlich egal ist. Letztlich müssen im Zusammenhang mit Pflegerobotern einige gesellschaftliche Aspekte berücksichtigt werden. Wir sollten uns fragen, in was für einer Gesellschaft wir leben möchten. Wollen wir die verletzlichsten Mitglieder unserer Gesellschaft der Pflege von Robotern übergeben und wenn ja, in welchem Umfang genau? Die Antworten zu Fragen wie diesen sollten jeden betreffen und nicht exklusiv den Leuten vorbehalten sein, die technologische Entwicklungen steuern. Die letzte Robotertechnologie, die wir genauer betrachten, ist die der selbstfahrenden Autos.
## Autonome Fahrzeuge
### Autonome Fahrzeuge
Wenn man die Medien verfolgt, ist man höchstwahrscheinlich vertraut mit den selbstfahrenden Autos von Tesla und Google. Dennoch ist angesichts des Preises eines Tesla-Autos vielleicht das selbstfahrende Auto eines Pizza-Lieferdienstes ein realitätsnäheres Beispiel. Es wurde in einer [Kooperation von Ford und der Pizza-Kette Dominos getestet](https://medium.com/self-driven/how-pizza-is-helping-us-design-our-self-driving-future-a78720818e99). So soll das selbstfahrende Pizza-Auto funktionieren: Man bestellt die Pizza und ein/e Angestellte/r deponiert sie in dem selbstfahrenden Lieferfahrzeug. Dieses findet dann selbstständig den Weg zu der angegebenen Adresse. Sobald das Auto mit der Pizza dort ankommt, kann die Pizza herausgenommen werden und das Auto fährt zurück zum Lieferdienst. Es ist nicht abwegig, dass es tatsächlich selbstfahrende Pizza-Autos in naher Zukunft geben wird, da auch andere Unternehmen mit Produkten ins Rennen gehen. [Kürzlich hat sich Pizza Hut mit Toyota zusammengetan, um an einer eigenen Version eines autonomen Pizza-Lieferfahrzeugs zu arbeiten] (https://www.eater.com/2018/1/8/16865982/pizza-hut-toyota-self-driving-truck).
......@@ -76,7 +80,7 @@ Diese wohlbekannten Vorteile, die sich bei einem Pizza-Lieferdienst zeigen, lass
Trotz der Vorteile von selbstfahrenden Autos müssen einige ethische Probleme diskutiert werden. Ähnlich wie in der Technologie der Militärroboter, die oben thematisiert wurde, besteht die Frage der Zuschreibung bzw. Verteilung von Verantwortlichkeiten. Wer ist verantwortlich, wenn ein selbstfahrendes Auto einen Unfall verursacht? Damit einher geht die Frage, was für Entscheidungsfähigkeiten wir einem solchen Auto zuschreiben wollen. Denken wir an eine kritische Verkehrssituation, z.B. an eine Version des Straßenbahn-Szenarios, das wir in dem Abschnitt zu den Asimovschen Gesetzen behandelt haben. Stellt man sich hier eine Gruppe Menschen auf den Schienen voraus vor, müsste die Wahl dazwischen getroffen werden, ob man diese überfährt, nach links lenkt und eine Person überfährt oder nach rechts lenkt und gegen eine Wand steuert, wobei man die Insassen vermutlich verletzen würde. Dabei kommt natürlich die Frage auf, nach welchen Kriterien das autonome Fahrzeug entscheiden soll. Eine Option ist, ihm in solchen Situationen keine Entscheidungsmacht zuzuteilen und die Wahl dem/der Fahrer/in zu überlassen. Was ist aber, wenn diese Person nicht aufmerksam ist? Soll das Auto dann die Erlaubnis haben, eine Option zu wählen? Letzten Endes müssen wir uns selbst fragen, welches Risiko wir als Gesellschaft eingehen möchten und ob der Nutzen selbstfahrender Autos auf der Straße die Gefahren und Risiken überwiegt. Ein weiteres wichtiges und nicht zu vernachlässigendes Problem ist der mögliche Verlust von Arbeitsplätzen, der mit den selbstfahrenden Autos einher geht. [Laut den American Trucking Associations gibt es 3,5 Millionen LKW-Fahrer/innen in den USA](http://www.trucking.org/News_and_Information_Reports_Industry_Data.aspx). Man würde sie nicht mehr benötigen, wenn LKW allein fahren könnten. Dasselbe gilt für das selbstfahrende Fahrzeug des Pizza-Lieferdienstes, da es das menschliche Element im Lieferservice ersetzt. In dem zusammenfassenden Abschnitt werden wir sehen, dass Roboter nicht nur unsere Arbeitsplätze einnehmen, sondern auch unsere Rechte.
## Ethische Behandlung von Robotern?
### Ethische Behandlung von Robotern?
Zu Beginn dieses Kapitels wurde gesagt, dass Ethik nicht nur mit vertretbarem Verhalten gegenüber anderen Menschen und Tieren zutun hat, sondern heutzutage auch das Verhalten gegenüber künstlichen Produkten betrifft. Beispielsweise hat Saudi-Arabien im Oktober 2017 dem gebildeten, humanoiden Roboter namens Sophia Bürgerrechte gewährt. [Dies ist der erste Roboter mit einer Staatsbürgerschaft weltweit](http://www.hansonrobotics.com/robot/sophia/). Dieses Ereignis zeigt einmal mehr, dass wir anfangen sollten, darüber nachzudenken, wie wir Robotern behandeln, und uns zu fragen, welche Rolle sie in unserer sozialen Welt spielen sollen. Müssen wir sie als Personen betrachten und ihnen Rechte einräumen? Schließlich betrachten wir auch Unternehmen als Personen und gewähren ihnen bestimmte Rechte. Auch stellt sich die Frage, ob es möglich ist, Roboter auf unethische Weise zu behandeln (z.B. indem man ihnen Schaden zufügt)? Wir werden künftig vermutlich mit diesen und ähnlichen Fragen konfrontiert werden. Dies ist umso wahrscheinlicher, wenn Roboter ein Niveau an Kultiviertheit erreichen, das uns die Unterschiede zwischen ihnen und uns überdenken lässt. Wir sollten also besser endlich damit anfangen, über diese Angelegenheiten nachzudenken anstatt die technische Entwicklung aufzuarbeiten.
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