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......@@ -24,13 +24,13 @@ Die Veröffentlichung wissenschaftlicher Ergebnisse ist eine wesentliche Aufgabe
### Open Access: freier Zugang und freie Nachnutzung
Die Umsetzung dieser Wünsche unterstützt eine Open Access ("freier Zugang") genannte Veröffentlichungsweise. Ein freier Zugang ermöglicht die für Nutzende kostenfreie Verfügbarkeit und Nachnutzung in digitaler Form vorliegender wissenschaftlicher Ergebnisse und Materialien ohne technische und rechtliche Barrieren. Open Access wird von Wissenschaftsverlagen, aber auch von wissenschaftlichen Institutionen, ermöglicht. Machbar wird der freie Zugang durch neue Technologien, die digitale Veröffentlichungen umsetzen können. Technische Lösungen bieten zudem weitere Chancen, den Publikationsprozess, aber auch den Prozess der wissenschaftlichen Erkenntnisbildung, weitergehend zu unterstützen und auf neue und erweiterte Art zu nutzen.
Die Umsetzung dieser Wünsche unterstützt eine Open Access ("freier Zugang") genannte Veröffentlichungsweise. Ein freier Zugang ermöglicht die für Nutzende kostenfreie Verfügbarkeit und Nachnutzung in digitaler Form vorliegender wissenschaftlicher Ergebnisse und Materialien ohne technische und rechtliche Barrieren. Open Access wird von Wissenschaftsverlagen, aber auch von wissenschaftlichen Institutionen, ermöglicht. Machbar wird der freie Zugang durch neue Technologien, die digitale Veröffentlichungen umsetzen können. Technische Lösungen bieten zudem weitere Chancen, den Publikationsprozess sowie den Prozess der wissenschaftlichen Erkenntnisbildung, weitergehend zu unterstützen und auf neue und erweiterte Art zu nutzen.
Zurzeit wird Open Access vor allem als alternatives Geschäftsmodell von Verlagen begriffen (Stichwort: Transformationsverträge). Die Idee des freien Zugangs weist in anderen Ausprägungen allerdings über den ökonomischen Aspekt hinaus und hilft Voraussetzungen für eine zukunftsweisende Wissenschaftskommunikation zu schaffen. Gemeinsam mit Wissenschaftler_innen entwickeln insbesondere wissenschaftliche Einrichtungen und Bibliotheken nicht-kommerzielle, fachorientierte Publikationsangebote. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag zum Kulturwandel hin zu einer offenen Wissenschaft.
## Wie verändert sich das Publizieren in digitalen Zeiten?
Schon länger werden wissenschaftliche Publikationsprozesse durch Software-Lösungen verschiedener Art unterstützt. Kein Buch, keine Zeitschrift erscheint heute mehr, ohne dass Texte mit Schreibprogrammen verfasst und Abbildungen mit digitalen Bildverarbeitungsprogrammen aufbereitet wurden. Auch das Layout von Zeitschriften wird digital gestützt erarbeitet und schließlich in die finale Publikation überführt.
Schon länger werden wissenschaftliche Publikationsprozesse durch Software-Lösungen verschiedener Art unterstützt. Kein Buch, keine Zeitschrift erscheint heute mehr, ohne dass Texte mit Schreibprogrammen verfasst und Abbildungen mit digitalen Bildverarbeitungsprogrammen aufbereitet werden. Auch das Layout von Zeitschriften wird digital gestützt erarbeitet und schließlich in die finale Publikation überführt.
Die Weiterentwicklung des Internets hat zahlreiche neue Techniken und Praktiken hervorgebracht, die auch den Publikationsprozess wissenschaftlicher Erkenntnisse beinflussen. Forscher_innen entwickeln digitale Werkzeuge und Software, um Daten zu sammeln, auszuwerten und miteinander zu teilen. Sie lassen sich dabei von Algorithmen und künstlichen Intelligenzen unterstützen und teilen ihre Erkenntnisse in diesem Prozess online miteinander. Dies geschieht in Schriftform, aber auch in Form von Abbildungen und Bewegtbildern.
......@@ -44,15 +44,11 @@ Die freie Bereitstellung des generierten Wissens (Open Access) geht einher mit d
### Kollaboration als Lern- und Aushandlungsprozess
Kollaboration wird in diesem Prozess als eine Form der Zusammenarbeit verstanden, die sich von der Kooperation unterscheidet. Der Migrationsforscher Mark Terkessides fasst diese Differenz in folgende Worte:
> [...] Kollaboration ist etwas ungleich Schwierigeres als Kooperation. Bei Kooperation treffen verschiedene Akteure aufeinander, die zuammenarbeiten und die sich nach der gemeinsamen Tätigkeit wieder in inaktive Einheiten auflösen. Kollaboration meint dagegen eine Zusammenarbeit, bei der die Akteure einsehen, dass sie selbst im Prozess verändert werden, und diesen Wandel sogar begrüßen. (Terkessides, 2015, S. 14)
Herausforderungen der Kollaboration in Forschungsprojekten liegen damit zum einen in sozialen und kollegialen Aushandlungsprozessen, die mit Offenheit und Vertrauen zu tun haben. Zum anderen bedingen sie digitale Werkzeuge, die diese Form der Zusammenarbeit unterstützen.
In offenen Forschungs- und Schreibprozessen wird Kollaboration als ein Modus der Zusammenarbeit verstanden, der Haltungen und Praktiken beteiligter Akteur_innen positiv beeinflussen kann, sodass kultureller Wandel möglich wird. Herausforderungen der Kollaboration in Forschungsprojekten liegen damit zum einen in sozialen und kollegialen Aushandlungsprozessen, die mit Offenheit und Vertrauen zu tun haben. Zum anderen bedingen sie digitale Werkzeuge, die diese Form der Zusammenarbeit unterstützen.
### Etablierte und alternative Begutachtungsverfahren
Die Begutachtung ("peer review") einer wissenschaftlichen Arbeit vor ihrer Veöffentlichung erfolgt in der Regel durch mehr als eine_n Wissenschaftler_in desselben Fachs. Diese sog. "peers", also fachlich Ebenbürtige, sind in der Regel der_m Autor_in nicht bekannt ("single blind review") und kennen oft auch die_den Autor_in nicht ("double blind"). Als Alternative zu diesen Verfahren gibt es Ansätze zu größerer Transpanrenz. Diese kann sich dabei auf die beteiligten Personen, aber auch auf die Gutachten selbst beziehen. Darüber hinaus gibt es auch Bestrebungen, das Verfahren selbst für die Fachgemeinschaft zu öffnen und neben den Gutachter_innen auch weitere Personen kommentieren zu lassen.
Die Begutachtung ("peer review") einer wissenschaftlichen Arbeit vor ihrer Veöffentlichung erfolgt in der Regel durch mehr als eine_n Wissenschaftler_in desselben Fachs. Diese sog. "peers", also fachlich Ebenbürtige, sind in der Regel der_m Autor_in nicht bekannt ("single blind review") und kennen oft auch die_den Autor_in nicht ("double blind"). Als Alternative zu diesen Verfahren gibt es Ansätze zu größerer Transparenz. Diese kann sich dabei auf die beteiligten Personen, aber auch auf die Gutachten selbst beziehen. Darüber hinaus gibt es auch Bestrebungen, das Verfahren selbst für die Fachgemeinschaft zu öffnen und neben den Gutachter_innen auch weitere Personen kommentieren zu lassen.
## Welchen Beitrag leistet Hamburg in diesem Diskurs?
......@@ -60,7 +56,7 @@ Die beteiligten Einrichtungen **Technische Universität Hamburg (TUHH)** und **S
### Die Erfahrungen
- Die TUHH hat im Rahmen des Projekts *Hamburg Open Online University (HOOU)* weitreichende Erfahrungen in der Entwicklung offener Bildungsresourcen (OER) gesammelt. Die Ergebnisse aus diesem Projekt (Workflows, Tools und Formate) sollen nun auf Schreib- und Publikationsprozesse im Forschungskontext übertragen werden. Die Bibliothek der TUHH (TUB) verfügt seit Jahren über Erfahrungen in der Betreuung von Open-Access-Publikationen.
- Die TUHH hat im Rahmen des Projekts *Hamburg Open Online University (HOOU)* weitreichende Erfahrungen in der Entwicklung offener Bildungsresourcen (OER) gesammelt. Die Ergebnisse aus diesem Projekt (Workflows, Tools und Formate) sollen nun auf Schreib- und Publikationsprozesse im Forschungskontext übertragen werden. Die Bibliothek der TUHH (tub.) verfügt seit Jahren über Erfahrungen in der Betreuung von Open-Access-Publikationen.
- Die SUB engagiert sich seit Jahren im Open-Access-Publizieren. Hamburg University Press, der Open-Access-Verlag der SUB, ist etabliert; er erfüllt Anforderungen der wissenschaftlichen Reputationskultur und erprobt darüber hinaus zukunftsweisende Wege des Publizierens. Die SUB veröffentlicht auch Open-Access-Zeitschriften. Dabei arbeitet sie mit verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen zusammen.
### Die Ziele
......@@ -100,10 +96,9 @@ Aus den beschriebenen Publikationsprozessen ergeben sich auch Vorteile für die
Das Projekt "Modernes Publizieren" ist auf eine Laufzeit von zwei Jahren ausgelegt und endet im Dezember 2020 mit der Präsentation der Ergebnisse und Vorschlägen für eine nachhaltige und skalierbare Nutzung der gewonnenen Erkenntnisse und Lösungen.
Die Hauptakteure sind die Universitätsbibliothek der TU Hamburg, bei der die Leitung des Projekts liegt, und die Abteilung Elektronisches Publizieren/Hamburg University Press der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (SUB). Die beiden Kooperationspartner arbeiten aktiv daran, sich mit anderen Projekten im HOS-Programm zu vernetzen und dabei Schnittstellen und Synergien zu nutzen.
Die Hauptakteure sind die Universitätsbibliothek der TU Hamburg (tub.), bei der die Leitung des Projekts liegt, und die Abteilung Elektronisches Publizieren/Hamburg University Press der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (SUB). Die beiden Kooperationspartner arbeiten aktiv daran, sich mit anderen Projekten im HOS-Programm zu vernetzen und dabei Schnittstellen und Synergien zu nutzen.
## Referenzen und Links
## Weiterführende Informationen
- Terkessidis, M. (2015). Kollaboration (Edition Suhrkamp) (Erste Auflage, Originalausgabe.). Berlin: Suhrkamp.
- [Publikationen von *Hamburg University Press* an der SUB](#)
- [Publikationen von *Hamburg University Press* an der SUB](https://blogs.sub.uni-hamburg.de/hup/zeitschriften/)
- [GitLab-Instanz der TU Hamburg, Gruppe "Modernes Publizieren"](https://collaborating.tuhh.de/hos/modernes-publizieren)
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