Commit 8fd83951 authored by Clara Funken's avatar Clara Funken
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......@@ -13,7 +13,10 @@ Mit JOIN erhalten Sie eine Orientierung in Hinblick auf die strategische Positio
Diese Informationen helfen, die strategische Schwerpunktsetzung der Bundesländer zu verstehen und damit auch den Kontext der dortigen Hochschulen besser nachvollziehen zu können. Schließlich hat dieser Kontextbezug einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Strategien der Hochschulen.
Genau diesen Blickwinkel können Sie wiederum auf Hochschulebene einnehmen. Hier wurden öffentlich zugängliche Hochschul- und Digitalisierungsstrategien sowie hochschulinterne Aushandlungsprozesse zur Strategieentwicklung von öffentlich-rechtlichen und staatlich anerkannten Hochschulen inhaltsanalytisch ausgewertet, um pro Bundesland, aber auch pro Hochschultyp verdichtet zu werden.
Welche Potenziale jedoch in netzwerkübergreifenden und länderübergreifenden Kooperationen in Hinblick auf die "Digitale Hochschulbildung" liegen, wollen wir konkret auch im Rahmen einer <a href="https://poll.tuhh.de/index.php/471599">Umfrage</a> herausfinden.
Nehmen Sie gerne daran teil, wenn Sie Mitglied eines hochschulübergreifenden Netzwerkes im Kontext digitaler Hochschulbildung beziehungsweise Hochschuldidaktik sind.
Neben dem Bundeslandbezug können Sie wiederum auch den Blickwinkel auf Hochschulebene einnehmen. Hier wurden öffentlich zugängliche Hochschul- und Digitalisierungsstrategien sowie hochschulinterne Aushandlungsprozesse zur Strategieentwicklung von öffentlich-rechtlichen und staatlich anerkannten Hochschulen inhaltsanalytisch ausgewertet, um pro Bundesland, aber auch pro Hochschultyp verdichtet zu werden.
In einem weiteren Blickwinkel erhalten Sie Einblick in verschiedene Beispiele guter Praxis in der lehrbezogenen Strategieentwicklung, die als Inspirationen dienen sollen, wie Lehrentwicklung im Kontext von Digitalisierung gestaltet werden kann.
......
......@@ -11,6 +11,7 @@ Am Irrgarten 3-9
Fon: +49 40 428 78 - 61 94
E-Mail: itbh@tuhh.de
Website: https://www.itbh-hh.de/de/
## Herausgeber
......
......@@ -18,7 +18,7 @@ Kontextgebundenheit ist ein komplexes Thema, zu dem die Erkenntnisse aus der "M
Strategische Maßnahmen und Entwicklungen werden hier in Hinblick auf das Zusammenspiel von Strategie, Struktur, Kultur und Individuen betrachtet. Das bedeutet, dass die Ablauf- und Aufbauorganisation (hier als Struktur bezeichnet) in einem Zusammenhang zu den strategischen Zielen sowie zur Kultur (den gemeinsam geteilten Normen und Wertvorstellungen der Hochschule) stehen. Andererseits werden jedoch auch Strategie und Kultur von der Struktur eines Systems mitbestimmt. Das heißt, dass sich alle drei Dimensionen dieses Dreiecks, in dem das Individuum verankert ist, gegenseitig beeinflussen und folglich auch nicht losgelöst voneinander betrachtet oder verändert werden können. Vielmehr geht es darum, eine Ausgewogenheit herzustellen. Praxisbeispiele, die eine inspirierende Wirkung in dem Zusammenspiel entfalten können bzw. sollen, wurden zunächst auf der Ebene des Dreiklangs von Strategien der Hochschulen im Hinblick auf Lehre und Lernen in digitalen Zeiten, den existierenden Strukturen, Kulturen und engagierten Individuen angesiedelt und beschrieben.
Da natürlich auch diese drei Ebenen erklärungsbedürftig sind, haben wir auf die bisherigen Erkenntnisse des Hochschulforum Digitalisierung zurückgegriffen, um die drei Ebenen in weiteren Themenfelder und Dimensionen aufzuschlüsseln, die sich näher an den konkreten Maßnahmen bewegen.
![Konzeptgrafik 14 Dimensionen](/static/showroom-kristall-neue-bezeichnungen.png)
![Konzeptgrafik 14 Dimensionen](/static/showroom-kristall-neue-bezeichnungen.png)*Die Grafik "Verzahnung von Handlungsfeldern und Dimensionen in der Strategieentwicklung von Hochschulen in digitalen Zeiten" ist im Rahmen des Auftragsprojektes [HFD Showroom](https://showroom.hfd.digital/) von der TU Hamburg für das Hochschulforum Digitalisierung entstanden. Die Grafik wurde entwickelt und konzipiert von Christiane Arndt, Clara Funken, Tina Ladwig und Ann-Kathrin Watolla und ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International.*
#### Entfaltung der theoretischen Konstrukte in 14 Dimensionen
**1. Strategie**
......
......@@ -39,6 +39,8 @@ Die Recherche brachte eine Vielzahl unterschiedlicher Strategien hervor. Einige
Die Auswahl der Strategiepapiere wurde anhand der inhaltlichen und organisatorischen Nähe zur Hochschulpraxis unter dem Aspekt der hochschulübergreifenden Zielsetzung durchgeführt. In einem weiteren Rechercheschritt wurde der kleinste gemeinsame Nenner als Ausgangspunkt gewählt. So verfügt bspw. Berlin über keine konkrete Strategie zur Digitalisierung und Hochschulbildung, jedoch über eine Open Access-Strategie sowie Hochschulzielvereinbarungen, die Digitalisierung beinhalten. Diese Dokumententypen wurden daher für alle Bundesländer recherchiert.
#### 1.2 Erstellung der Bundesland-Fallbeschreibungen {#erstellung-der-bundesland-fallbeschreibungen }
Alle Bundesländer wurden somit auf folgenden Ebenen anhand von Fragestellungen auf die Entstehung, die Inhalte und den Bezug zu Digitalisierung auf Strategien analysiert:
**1) Landesstrategie zur Digitalisierung**
......
......@@ -2,7 +2,7 @@
Das nachfolgende Konzept beschreibt den mehrstufigen Forschungszugang und das methodische Vorgehen hinsichtlich der Strategien zu Digitalisierung auf Hochschulebene im Rahmen des Forschungsprojektes [Higher Education Institutions' Digital Strategies (HEIDS)](https://insights.tuhh.de/de/blog/project/heids/)
Die Ergebnisse der Auseinandersetzung mit den Strategien auf Bundeslandebene finden sich [hier](...).
Die Ergebnisse der Auseinandersetzung mit den Strategien auf Bundeslandebene finden sich [hier](https://join.rz.tuhh.de/bundeslaender).
......@@ -10,22 +10,24 @@ Die Ergebnisse der Auseinandersetzung mit den Strategien auf Bundeslandebene fin
### Inhalt dieser Seite
* [1. Ziele des Forschungsvorhabens](#ziele-des-forschungsvorhabens )
* [2. Stand der Wissenschaft](#stand-der-wissenschaft)
* [2.1 Strategische Orientierung und Strategien von Hochschulen im Kontext der Digitalisierung](#strategische-orientierung-und-strategien-von-hochschulen-im-kontext-der-digitalisierung )
* [2.2 Digitaler Wandel als Einflussfaktor auf die Entwicklung von Hochschulstrategien](#digitaler-wandel-als-einflussfaktor-auf-die-entwicklung-von-hochschulstrategien )
* [3. Forschungsfragen](#forschungsfragen )
* [4. Forschungszugang](#forschungszugang )
* [4.1 Forschungszugang zur Recherche auf Hochschulebene: Öffentlich zugängliche Hochschul- und Digitalisierungsstrategien](#forschungszugang-zur-recherche-auf-hochschulebene-oeffentlich-zugaengliche-hochschul-und-digitalisierungsstrategien )
* [4.2 Datenerhebung: Datengrundlage und Vorgehen bei der Recherche](#datenerhebung-datengrundlage-und-vorgehen-bei-der-recherche )
* [4.3 Anpassung des Samples](#anpassung-des-samples)
* [5. Methodische Vorgehensweise](#methodische-vorgehensweise )
- [Konzept und methodisches Vorgehen](#konzept-und-methodisches-vorgehen)
- [Hochschulstrategien in digitalen Zeiten - ein Forschungsansatz {#hochschulstrategien-in-digitalen-zeiten-ein-forschungsansatz }](#hochschulstrategien-in-digitalen-zeiten---ein-forschungsansatz-hochschulstrategien-in-digitalen-zeiten-ein-forschungsansatz)
- [Inhalt dieser Seite](#inhalt-dieser-seite)
- [1. Ziele des Forschungsvorhabens {#ziele-des-forschungsvorhabens }](#1-ziele-des-forschungsvorhabens-ziele-des-forschungsvorhabens)
- [2. Stand der Wissenschaft {#stand-der-wissenschaft }](#2-stand-der-wissenschaft-stand-der-wissenschaft)
- [2.1 Strategische Orientierung und Strategien von Hochschulen im Kontext der Digitalisierung {#strategische-orientierung-und-strategien-von-hochschulen-im-kontext-der-digitalisierung }](#21-strategische-orientierung-und-strategien-von-hochschulen-im-kontext-der-digitalisierung-strategische-orientierung-und-strategien-von-hochschulen-im-kontext-der-digitalisierung)
- [2.2 Digitaler Wandel als Einflussfaktor auf die Entwicklung von Hochschulstrategien {#digitaler-wandel-als-einflussfaktor-auf-die-entwicklung-von-hochschulstrategien }](#22-digitaler-wandel-als-einflussfaktor-auf-die-entwicklung-von-hochschulstrategien-digitaler-wandel-als-einflussfaktor-auf-die-entwicklung-von-hochschulstrategien)
- [3. Forschungsfragen {#forschungsfragen }](#3-forschungsfragen-forschungsfragen)
- [4. Forschungszugang zur Recherche auf Hochschulebene {#forschungszugang-zur-recherche-auf-hochschulebene }](#4-forschungszugang-zur-recherche-auf-hochschulebene-forschungszugang-zur-recherche-auf-hochschulebene)
- [4.1. Datenerhebung: Datengrundlage und Vorgehen bei der Recherche {#datenerhebung-datengrundlage-und-vorgehen-bei-der-recherche }](#41-datenerhebung-datengrundlage-und-vorgehen-bei-der-recherche-datenerhebung-datengrundlage-und-vorgehen-bei-der-recherche)
- [4.2 Anpassung des Samples {#anpassung-des-samples }](#42-anpassung-des-samples-anpassung-des-samples)
- [5. Methodische Vorgehensweise {#methodische-vorgehensweise }](#5-methodische-vorgehensweise-methodische-vorgehensweise)
### 1. Ziele des Forschungsvorhabens {#ziele-des-forschungsvorhabens }
Veränderungen gesellschaftlicher, politischer, sozialer und ökonomischer Rahmenbe-dingungen, bspw. durch Digitalisierung, demographischen Wandel oder Globalisierung manifestieren sich sowohl auf Ebene der Lebens- und Arbeitswelt einer_ s jeden Einzelnen als auch auf Ebene der Strategieentwicklung in Organisationen (u.a. Peters/Roberts 2015). Dies gilt auch für die Entwicklung von Hochschulstrategien. Hochschulen sind gefordert, sich in diesem Transformationsprozess zu verorten und ihre Rolle in der globalen und nationalen Wissensgesellschaft neu zu definieren. Dabei sehen sie sich vor die Herausforderung gestellt, das historisch geprägte Zusammenspiel von Infrastrukturen, Hochschul- und Fachkulturen und Strategien in Bildungsprozessen zu hinterfragen und (neu) zu gestalten. Es kann in diesem Kontext beobachtet werden, dass die Interpretation und Fokussierung der diversen Herausforderungen und Impulse, die an Hochschulen herangetragen werden, durchaus sehr unterschiedlich ausfallen. So hängt die Auswahl der Themenkomplexe für eine aktive Auseinandersetzung stark von den externen und internen Kontextfaktoren der jeweiligen Organisation ab. Das bedeutet, dass die Einbettung in einen nationalen Kontext wie Deutschland, aber auch in bestimmtes Bundesland Einfluss nehmen kann. Organisationsintern hingegen beeinflussen wiederum existierende Kommunikationsstrukturen, Hierarchien und bestehend Machtverhältnisse den Prozess der Strategieentwicklung. Das hat im Rahmen der Strategieentwicklung zur Folge, dass Impulse und Aspekte in der Umwelt nicht gleichermaßen als strategisch relevant wahrgenommen werden. Es bedarf hierbei bspw. bestimmter Individuen, die diese Themen wahrnehmen, als strategisch relevant einstufen und in der Organisation zu handlungswirksamen Themen eskalieren lassen. Inwieweit in diesem Kontext das Thema des „digitalen Wandels“ institutionell thematisiert und strategisch verankert ist, ist bislang noch nicht flächendeckend für das deutsche Hochschulsystem erfasst. Um einen Überblicküber die Auseinandersetzung mit diesem strategisch relevanten Thema in Hochschulstrategien für alle staatlichen Hochschulen zu erhalten, ist es notwendig den aktuellen Status Quo systematisch zu erfassen und zu analysieren. Nur mit diesem Analyseschritt können zielgerichtet Impulse an und Orientierung für strategische Entscheider_ innen im deutschen Hochschulbildungssystem gegeben werden, Digitalisierung in Lehre, Forschung und Verwaltung angesichts der sich wandelnden Rahmenbedingungen zu gestalten. Zwei Zielsetzungen waren im Projekt HEIDS entsprechend vorgesehen:
Veränderungen gesellschaftlicher, politischer, sozialer und ökonomischer Rahmenbedingungen, bspw. durch Digitalisierung, demographischen Wandel oder Globalisierung manifestieren sich sowohl auf Ebene der Lebens- und Arbeitswelt einer_ s jeden Einzelnen als auch auf Ebene der Strategieentwicklung in Organisationen (u.a. Peters/Roberts 2015). Dies gilt auch für die Entwicklung von Hochschulstrategien. Hochschulen sind gefordert, sich in diesem Transformationsprozess zu verorten und ihre Rolle in der globalen und nationalen Wissensgesellschaft neu zu definieren. Dabei sehen sie sich vor die Herausforderung gestellt, das historisch geprägte Zusammenspiel von Infrastrukturen, Hochschul- und Fachkulturen und Strategien in Bildungsprozessen zu hinterfragen und (neu) zu gestalten. Es kann in diesem Kontext beobachtet werden, dass die Interpretation und Fokussierung der diversen Herausforderungen und Impulse, die an Hochschulen herangetragen werden, durchaus sehr unterschiedlich ausfallen. So hängt die Auswahl der Themenkomplexe für eine aktive Auseinandersetzung stark von den externen und internen Kontextfaktoren der jeweiligen Organisation ab. Das bedeutet, dass die Einbettung in einen nationalen Kontext wie Deutschland, aber auch in bestimmtes Bundesland Einfluss nehmen kann. Organisationsintern hingegen beeinflussen wiederum existierende Kommunikationsstrukturen, Hierarchien und bestehend Machtverhältnisse den Prozess der Strategieentwicklung. Das hat im Rahmen der Strategieentwicklung zur Folge, dass Impulse und Aspekte in der Umwelt nicht gleichermaßen als strategisch relevant wahrgenommen werden. Es bedarf hierbei bspw. bestimmter Individuen, die diese Themen wahrnehmen, als strategisch relevant einstufen und in der Organisation zu handlungswirksamen Themen eskalieren lassen. Inwieweit in diesem Kontext das Thema des „digitalen Wandels“ institutionell thematisiert und strategisch verankert ist, ist bislang noch nicht flächendeckend für das deutsche Hochschulsystem erfasst. Um einen Überblicküber die Auseinandersetzung mit diesem strategisch relevanten Thema in Hochschulstrategien für alle staatlichen Hochschulen zu erhalten, ist es notwendig den aktuellen Status Quo systematisch zu erfassen und zu analysieren. Nur mit diesem Analyseschritt können zielgerichtet Impulse an und Orientierung für strategische Entscheider_ innen im deutschen Hochschulbildungssystem gegeben werden, Digitalisierung in Lehre, Forschung und Verwaltung angesichts der sich wandelnden Rahmenbedingungen zu gestalten. Zwei Zielsetzungen waren im Projekt HEIDS entsprechend vorgesehen:
1. Systematische Erfassung und Aufbereitung öffentlich zugänglicher formulierter Digitalisierungsstrategien der Bundesländer und der Hochschulen sowie die Analyse, inwieweit das Thema der Digitalisierung Einzug in die Hochschulstrategien gehalten hat.
2. Ganzheitliche Darstellung der Landes- und Hochschulstrategien im Kontext des digitalen Wandels, mit dem Fokus Ziele, Themenkomplexe, Maßnahmen und Akteur_innen zu identifizieren und Zusammenhänge mit den jeweiligen Landesstrategien abzuleiten.
......@@ -63,25 +65,25 @@ Bislang gibt es jedoch kein ganzheitliches Bild darüber, wie deutsche Hochschul
Um sich dieser allgemeinen Fragestellung zu nähern, waren detailliertere Forschungsfragen erforderlich, die entlang von drei Analysedimensionen entfaltet werden können:
**1. Gegenstand und Inhalt von Digitalisierungs- und Hochschulstrategien**
Zum Gegenstand und Inhalt von Hochschulstrategien zählen u.a. die Thematisierung von Zielen sowie deren Zeithorizonte und Präzisierung, die Definition von Verfahren und Maßnahmen der Zielverfolgung aber auch die thematisierten Handlungsfelder. Im Rahmen der thematisierten Handlungsfelder soll auch analysiert werden, inwiefern praktische Anwendungsfelder außerhalb des Hochschulkontextes (unter anderem avisierte oder bestehende Kooperation mit Forschungsinstitutionen oder Unternehmen) eine Rolle spielen. Dies führt zu den folgenden Unterforschungsfragen:
Zum Gegenstand und Inhalt von Hochschulstrategien zählen u.a. die Thematisierung von Zielen sowie deren Zeithorizonte und Präzisierung, die Definition von Verfahren und Maßnahmen der Zielverfolgung aber auch die thematisierten Handlungsfelder. Im Rahmen der thematisierten Handlungsfelder soll auch analysiert werden, inwiefern praktische Anwendungsfelder außerhalb des Hochschulkontextes (unter anderem avisierte oder bestehende Kooperation mit Forschungsinstitutionen oder Unternehmen) eine Rolle spielen. Dies führt zu den folgenden Unterforschungsfragen:
(1) Welcher Zweck kann der Strategieentwicklung zugeschrieben werden?
(2) Welche Funktionsbereiche in der Hochschule werden in den öffentlich zugänglichen Strategien angesprochen?
(3) Werden konkreten Handlungsziele formuliert?
(4) Welche Handlungsfelder werden thematisiert und wie werden diese Handlungsfelder definiert und differenziert?
(5) Inwiefern liegt dem Strategieverständnis ein ganzheitlicher Ansatz zugrunde? Welche weiteren Handlungsfelder werden im Zusammenhang mit der Digitalisierung noch thematisiert?
(1) Welcher Zweck kann der Strategieentwicklung zugeschrieben werden?
(2) Welche Funktionsbereiche in der Hochschule werden in den öffentlich zugänglichen Strategien angesprochen?
(3) Werden konkreten Handlungsziele formuliert?
(4) Welche Handlungsfelder werden thematisiert und wie werden diese Handlungsfelder definiert und differenziert?
(5) Inwiefern liegt dem Strategieverständnis ein ganzheitlicher Ansatz zugrunde? Welche weiteren Handlungsfelder werden im Zusammenhang mit der Digitalisierung noch thematisiert?
**2. Thematisierte Kontextfaktoren und externe Impulse**
Hierbei liegt der Fokus auf den im Wesentlichen definierten und identifizierten Rahmenbedingungen, die Hochschulen für ihre Strategieentwicklung als signifikant erachten und diese explizit in ihren Strategiepapieren benennen.
(7) Welche Gründe für die strategische Auseinandersetzung mit Digitalisierung werden genannt?
(8) Wie wird das Thema der Digitalisierung wahrgenommen und entsprechend beschrieben?
(6) Welche Gründe für die strategische Auseinandersetzung mit Digitalisierung werden genannt?
(7) Wie wird das Thema der Digitalisierung wahrgenommen und entsprechend beschrieben?
**3. Beteiligte Akteur_innen**
Strategien können sowohl top-down als auch bottom-up und in einer Mischform formuliert werden. Welche Themenfelder und Handlungsbereiche bspw. in Hochschulstrategien abgebildet werden, ist maßgeblich von der Beteiligung einzelner Akteur_innen abhängig. Jede_r Akteur_in trägt eigenes Wissen, eigene Vorstellungen und Einstellungen in den Strategieformulierungsprozess. Dieses Wissen ist wiederum abhängig von der Funktion und Position in der Hochschule aber auch von den individuellen Einstellungen. Aus dem Grund ist eine Analysekategorie der Versuch aus den Strategieformulierungen, die beteiligten Akteur_innen zu identifizieren.
Strategien können sowohl top-down als auch bottom-up und in einer Mischform formuliert werden. Welche Themenfelder und Handlungsbereiche bspw. in Hochschulstrategien abgebildet werden, ist maßgeblich von der Beteiligung einzelner Akteur_innen abhängig. Jede_r Akteur_in trägt eigenes Wissen, eigene Vorstellungen und Einstellungen in den Strategieformulierungsprozess. Dieses Wissen ist wiederum abhängig von der Funktion und Position in der Hochschule aber auch von den individuellen Einstellungen. Aus dem Grund ist eine Analysekategorie der Versuch aus den Strategieformulierungen, die beteiligten Akteur_innen zu identifizieren.
(10) Welche Akteur_innen und Institutionen können identifiziert werden, die an dem Prozess der Strategieentwicklung beteiligt waren?
(8) Welche Akteur_innen und Institutionen können identifiziert werden, die an dem Prozess der Strategieentwicklung beteiligt waren?
### 4. Forschungszugang zur Recherche auf Hochschulebene {#forschungszugang-zur-recherche-auf-hochschulebene }
......@@ -92,7 +94,7 @@ Nach aktuellem Stand des [Hochschulkompasses](https://www.hochschulkompass.de/ho
#### 4.1. Datenerhebung: Datengrundlage und Vorgehen bei der Recherche {#datenerhebung-datengrundlage-und-vorgehen-bei-der-recherche }
Ziel war es, öffentlich zugängliche übergreifende Hochschulstrategien bzw. explizite Digitalisierungsstrategien zu erheben. Entsprechend dieser Definition wurde bzgl. des Vorhandenseins einer Hochschulstrategie der Befund auch dann als negativ markiert, wenn eine Hochschulstrategie zwar existent, aber ausschließlich im Intranet der Hochschule abrufbar ist. Andere Hinweise für das Vorhandensein einer Hochschulstrategie, wie z.B. das Bestehen einer Abteilung bzw. Kommission für Entwicklungsplanung oder die Erwähnung einer Hochschulstrategie auf der Internetseite der Hochschule (bspw. in einer Pressemitteilung) wurden als nicht hinreichend betrachtet.
Den Ausgangspunkt für die Datenerhebung stellte die vom Hochschulkompass öffentlich zugängliche [Hochschulliste](https://www.hochschulkompass.de/hochschulen/downloads.html) dar, die für die vorliegende Untersuchung in Microsoft Excel bearbeitet und ausgeweitet wurde. Diese Liste enthält bereits umfassende Informationen zu allen Hochschulen in Deutschland und gibt spaltenweise Aufschluss über folgende allgemeine Charakteristika: Hochschul(kurz)name, Hochschultyp, Trägerschaft, Bundesland, Anzahl der Studierenden, Gründungsjahr, eventuell vorhandenes Promotions- und Habilitationsrecht sowie der eventuellen Mitgliedschaft in der HRK. Diese bereits umfangreiche Auflistung wurde in Form einer Excel-Tabelle um die für die Analyse relevanten Merkmale bzw. Rubriken erweitert. Im Rahmen der Recherche vom 01.09.2018 bis 15.09.208 wurden folgende Aspekte betrachtet bzw. Fragen beantwortet:
Den Ausgangspunkt für die Datenerhebung stellte die vom Hochschulkompass öffentlich zugängliche [Hochschulliste](https://www.hochschulkompass.de/hochschulen/downloads.html) dar, die für die vorliegende Untersuchung in Microsoft Excel bearbeitet und ausgeweitet wurde. Diese Liste enthält bereits umfassende Informationen zu allen Hochschulen in Deutschland und gibt spaltenweise Aufschluss über folgende allgemeine Charakteristika: Hochschul(kurz)name, Hochschultyp, Trägerschaft, Bundesland, Anzahl der Studierenden, Gründungsjahr, eventuell vorhandenes Promotions- und Habilitationsrecht sowie der eventuellen Mitgliedschaft in der HRK. Diese bereits umfangreiche Auflistung wurde in Form einer Excel-Tabelle um die für die Analyse relevanten Merkmale bzw. Rubriken erweitert. Im Rahmen der Recherche vom 01.09.2018 bis 15.09.2018 wurden folgende Aspekte betrachtet bzw. Fragen beantwortet:
- Ist eine übergreifende Hochschulstrategie vorhanden? (Ja/nein)
......@@ -167,7 +169,7 @@ Bei den Hochschulen, in denen mehrere nach den Suchbegriffen identifizierte, öf
Anschließend wurden die 127 zu analysierenden Dokumente in die folgenden zwei Dokumentenkategorien eingeordnet:
- Hochschulstrategie (inkl. Hochschulentwicklungspläne bzw. Strukturund Entwicklungspläne, undefinierte hochschulübergreifende Strategien)
- Digitalisierungsstrategie (inkl. hochschulübergreifender, IT-Strategien, ITund Medienentwicklungsplänen, E-Learning-Strategien)
- Digitalisierungsstrategie (inkl. hochschulübergreifender, IT-Strategien, IT- und Medienentwicklungsplänen, E-Learning-Strategien)
### 5. Methodische Vorgehensweise {#methodische-vorgehensweise }
......
This diff is collapsed.
......@@ -32,7 +32,7 @@ Bei HEIDS handelt es sich um eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschu
**2. [BRIDGING](https://bridging.rz.tuhh.de/)**
Im Rahmen des nun bis Ende 2019 verlängerten Forschungsprojektes werden Beschreibungen zu den Verbünden von öffentlich-rechtlichen sowie staatlich anerkannten Hochschulen erstellt. In der ersten Förderphase wurden Hochschulverbünde in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg und Nordrhein-Westfalen als Feldzugang für den Transfer in die Hochschulen und Fachdisziplinen gewählt. Die weiteren 12 Bundesländer werden in der zweiten Förderphase ergänzt, und zwar mit einem exklusiven Fokus auf die Verbünde.
Im Rahmen des bis April 2020 verlängerten Forschungsprojektes werden Beschreibungen zu den Verbünden von öffentlich-rechtlichen sowie staatlich anerkannten Hochschulen erstellt. In der ersten Förderphase wurden Hochschulverbünde in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg und Nordrhein-Westfalen als Feldzugang für den Transfer in die Hochschulen und Fachdisziplinen gewählt. Die weiteren 12 Bundesländer werden in der zweiten Förderphase ergänzt, und zwar mit einem exklusiven Fokus auf die Verbünde.
**3. Qualitative Auswertung der Interessensbekundungen für die Peer-to-Peer Beratung des Hochschulforum Digitalisierung:**
......@@ -40,4 +40,4 @@ Bei der qualitativen Auswertung der Interessensbekundungen handelt es sich um di
**4. HFD-Showroom:**
Im HFD-Showroom werden Beispiele guter Praxis für die strategische Weiterentwicklung von Lehre und Lernen in digitalen Zeiten identifiziert und mutimedial aufbereitet. Anhand von 14 Strategie-Dimensionen im Kontext von Strategie, Struktur und Kultur sollen diese Beispiele als Inspiration für alle deutschen Hochschulen dienen. Dieses Entwicklungsprojekt wurde vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft im Rahmen des Hochschulforum Digitalisierung gefördert.
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Im HFD-Showroom werden Beispiele guter Praxis für die strategische Weiterentwicklung von Lehre und Lernen in digitalen Zeiten identifiziert und mutimedial aufbereitet. Anhand von 14 Strategie-Dimensionen im Kontext von Strategie, Struktur und Kultur sollen diese Beispiele als Inspiration für alle deutschen Hochschulen dienen. Dieses Entwicklungsprojekt wurde vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft im Rahmen des Hochschulforum Digitalisierung gefördert und wird gesondert unter [https://showroom.hfd.digital/](https://showroom.hfd.digital/) zur Verfügung gestellt.
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<!-- Fallbeschreibung Baden-Württemberg -->
<p>In Baden-Württemberg gibt es aktuell 50 öffentlich-rechtliche und kirchliche Hochschulen, von denen zwei Hochschulen eine eigene, öffentlich zugängliche Digitalisierungsstrategie besitzen.</p>
<h2 id="land">1 Landesstrategie Digitalisierung</h2>
<p>Die seit dem Jahr 2017 bestehende Landesstrategie <a href="https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/PDF/Digitalisierungsstrategie-BW.pdf">Digitalisierungsstrategie der Landesregierung Baden-Württemberg</a>(digital@bw) wurde gemeinsam von allen Ministerien unter der Federführung des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration entwickelt. Hochschulen werden dabei sowohl als Schwerpunktthema, als auch als Querschnittsthema behandelt. Innerhalb des Schwerpunktthemas Lernen@bw wird die Hochschullehre in der landesweiten E-Learning-Strategie (s.u.) und dem Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg (s.u.) kontextualisiert. Bei den Querschnittsthemen sind Hochschulen unter Innovation und Forschung verortet. Der Fokus liegt auf der Forschung und der Kooperation mit der Wirtschaft.</p>
<div class="accordion">Mehr erfahren</div>
<div class="panel">
<p>Die Digitalisierungsstrategie wurde im Juli 2017 als Gesamtstrategie des Bundeslandes veröffentlicht. Zwischen Januar und April 2017 stand dabei ein <a href="https://beteiligungsportal.baden-wuerttemberg.de/de/mitmachen/lp-16/landesweite-digitalisierungsstrategie/digitalisierungsstrategie-wissenschaft-und-kultur/digitalisierungsstrategie/">öffentliches Beteiligungsportal</a> zu den bis dato erarbeiteten Strategiebereichen bereit. Die in der Digitalisierungsstrategie verankerten Schwerpunktthemen und Querschnittsthemen sind dabei nach <a href="https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/PDF/161213_Anlage_zu_PM_132_Digitalisierungsaktivit%C3%A4ten_der_Ressorts.pdf">Ressorts</a> aufgeschlüsselt:</p>
<ul>
<li>Ministerium für Kultus, Jugend und Sport: “Den Nachwuchs gezielt auf die digitale berufliche Bildung vorbereiten”</li>
<li>Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst: “Die Hochschulen dabei unterstützen, an der Gestaltung der Digitalisierungspotenziale aktiv mitzuwirken”</li>
<li>Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: “Die Potenziale der Digitalisierung als Nachhaltigkeitsmotor ausschöpfen”</li>
<li>Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration: “Die digitalen Potenziale in den Landkreisen, Städten und Gemeinden bei Verwaltung 4.0 heben”</li>
<li>Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau: “Wir leiten eine neue Gründerzeit ein und schaffen mit der Initiative Wirtschaft 4.0 geeignete Rahmenbedingungen für die Digitalisierung der Wirtschaft”</li>
<li>Ministerium für Soziales und Integration: “Die Möglichkeiten der fortschreitenden Digitalisierung für die Verbesserung der medizinischen und pflegerischen Versorgung in Baden-Württemberg nutzen”</li>
<li>Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: “Den ländlichen Raum zu einem Hotspot der digitalen Gesellschaft entwickeln und mit einem modernen digitalen Verbraucherschutz die Chancen der Digitalisierung nutzen”</li>
<li>Ministerium für Verkehr: “Baden-Württemberg zur Mobilitätsregion Nummer eins weiterentwickeln”</li>
<li>Ministerium für Justiz und für Europa: “Voraussetzungen für eine moderne und schnelle Kommunikation mit den Gerichten und Justizbehörden”</li>
<li>Ministerium für Finanzen: “Von der Steuer bis zum Hochbau – Digitalisierung gezielt und zukunftsweisend umsetzen und vorantreiben”</li>
</ul>
<p>Zudem wurde eine Webseite <a href="https://www.digital-bw.de">digital@bw</a> geschaffen, die über die Digitalisierungsaktivitäten berichtet, bspw. in Form von Berichten wie dem <a href="https://www.digital-bw.de/digitalisierungsbericht01/">1. Digitalisierungsbericht der Landesregierung</a>.</p>
<p>Die Schwerpunktthemen der Landesstrategie sind:</p>
<ul>
<li>Intelligente Mobilität der Zukunft</li>
<li>Digitale Start-ups: Treiber der Digitalisierung</li>
<li>Initiative Wirtschaft 4.0: Digitalisierung in der Fläche voranbringen</li>
<li>Lernen@bw: Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung</li>
<li>Digitale Gesundheitsanwendungen</li>
<li>Die Zukunft von Kommunen und Verwaltung ist digital</li>
</ul>
<p>Die Querschnittsthemen sind:</p>
<ul>
<li>Bei Forschung, Entwicklung und Innovation international an der Spitze</li>
<li>Schnelles Internet in Stadt und Land</li>
<li>Digitalisierung: Chance für Nachhaltigkeit und Energiewende</li>
<li>Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz im digitalen Zeitalter</li>
</ul>
<p>Hochschulen werden im Schwerpunktthema Lernen@bw als “digitale Talentschmieden” verortet. Dabei wird Bezug auf die E-Learning-Strategie (s.u.) und das Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg (HND BW) (s.u.) genommen. Folgende Ziele werden laut <a href="https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/PDF/Digitalisierungsstrategie-BW.pdf">Digitalisierungsstrategie</a> angestrebt:</p>
<ul>
<li>hochschulübergreifende Erstellung und Nutzung von digitalen Lehrmaterialien</li>
<li>gemeinsame Entwicklung von Kriterien und Standards zur gegenseitigen Anerkennung von Kursen</li>
<li>Stärkung der Medienkompetenz der Dozierenden</li>
<li>Entwicklung und Nutzung von skalierungsfähigen Qualifizierungsmodulen im landesweiten OER-Repositorium der Universität Tübingen</li>
<li>Förderung von Leuchtturmprojekten durch den Innovationsfonds „Teaching4Future Lehre digital&quot;</li>
</ul>
<p>Bei den Querschnittsthemen sind Hochschulen unter Innovation und Forschung verortet. Der Fokus liegt dabei auf der Forschung und der Kooperation mit der Wirtschaft mit folgenden Schwerpunkten:</p>
<ul>
<li>Science Data Centers: Daten zugänglich und nutzbar machen</li>
<li>Höchstleistungsrechnen und datenintensives Rechnen: komplexe Forschung und Unterstützung bei Simulationen und Auswertung großer Datenmengen für Unternehmen</li>
<li>gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Wissenschaft und Wirtschaft im Bereich Intelligente Systeme</li>
<li>Erforschung der Gesellschaft im digitalen Wandel</li>
</ul>
<p>Zusätzlich kommt Hochschulen Bedeutung in folgenden Zusammenhängen zu:</p>
<ul>
<li>Interdisziplinäre Forschungsverbünde zur Reflektion der Technikentwicklung</li>
<li>Vermittlung von Gründungskompetenz</li>
<li>Weiterentwicklung der Lehramtsstudiengänge</li>
</ul>
</div>
<h2 id="forschung-lehre">2 Landesweite Hochschulstrategie in den Leistungsbereichen Forschung und Lehre</h2>
<p>Es gibt keine separaten Landesstrategien für die Bereiche Forschungs oder Lehre. Im Bereich Digitalisierung und Hochschulen liegen jeweils eine Landesstrategie zu <a href="https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mwk/intern/dateien/Anlagen_PM/2014/066_PM_Anlage_E-Science_Web.pdf">E-Science</a> und <a href="https://mwk.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mwk/intern/dateien/publikationen/Broschuere_E-Learning.pdf">E-Learning</a> vor. Letztere ist ein Fachkonzept zum aktuellen Stand der Digitalisierung der Lehre, den Herausforderungen sowie strategischen Handlungsfeldern für die Hochschullehre. Es wurde vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg 2015 gemeinsam mit Hochschulvertreter_innen im Rahmen des damaligen Hochschulforums Digitalisierung Lehre @ BW 2025 erarbeitet. Die 2014 von demselben Ministerium veröffentlichte E-Science-Strategie ist ein Fachkonzept zur Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Infrastruktur in Baden-Württemberg.</p>
<div class="accordion">Mehr erfahren</div>
<div class="panel">
<h3 id="forschung">2.1 Forschung</h3>
<p>Es liegt kein separates Strategiepapier für eine Landes-Forschungsstrategie vor. Es wurden allerdings zum Teil besonders förderungswürdige Forschungsschwerpunkte festgelegt. In dem Dokument <a href="https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mwk/intern/dateien/Anlagen_PM/2014/066_PM_Anlage_E-Science_Web.pdf">E-Science – Wissenschaft unter neuen Rahmenbedingungen – Fachkonzept zur Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Infrastruktur in Baden-Württemberg</a> stellt Open-Access ein strategisches Handlungsfeld dar.</p>
<p>Zwar existiert bislang keine landesweite Forschungsstrategie, jedoch hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst strategische <a href="https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/forschung/forschungsfoerderung/strategische-forschungsschwerpunkte/">Forschungsschwerpunkte</a> definiert, die besonders gefördert werden:</p>
<ul>
<li>Bioökonomie</li>
<li>Elektromobilität und Fahrzeugleichtbau</li>
<li>Leichtbau</li>
<li>Energieforschung</li>
<li>Luft- und Raumfahrttechnik</li>
<li>Industrie 4.0</li>
<li>Medizinische Forschung und Medizintechnik</li>
</ul>
<h4 id="wissens--und-technologietransfer">2.1.1 Wissens- und Technologietransfer</h4>
<p>Es gibt keine separate Landesstrategie zum Wissens- und Technologietransfer. Die Rolle der Hochschulen in diesem Themenfeld ist in der Gesamtlandesstrategie vor allem unter Initiative Wirtschaft 4.0 (s.o.) beschrieben.</p>
<h4 id="open-access">2.1.2 Open Access</h4>
<p>2014 hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit Verweis auf nationale Diskussionen und Empfehlungen das genannte <a href="https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mwk/intern/dateien/Anlagen_PM/2014/066_PM_Anlage_E-Science_Web.pdf">E-Science-Fachkonzept</a> veröffentlicht. Open-Access ist Teil der insgesamt fünf strategischen, ineinandergreifenden Handlungsfelder, die durch aus Hochschulmitgliedern bestehenden Arbeitsgruppen konzeptionell erarbeitet wurden:</p>
<ul>
<li>Lizenzierung: Innovationspotenzial und Perspektiven für die Lizenzierung von E-Medien und Software in Baden-Württemberg</li>
<li>Digitalisierung</li>
<li>Open Access: Neue Rahmenbedingungen für wissenschaftliches Publizieren in Open Access an den Hochschulen in Baden-Württemberg</li>
<li>Forschungsdatenmanagement</li>
<li>Virtuelle Forschungsumgebungen</li>
</ul>
<p>Der Fokus bei Open Access liegt auf dem “BW-Open Access-Förderprogramm” mit drei Handlungsfeldern:</p>
<ul>
<li>Technische Infrastruktur für elektronisches Publizieren (grüner Weg)</li>
<li>Fonds für die Finanzierung von Open Access Publikationen (goldener Weg)</li>
<li>Geschäftsmodelle</li>
</ul>
<h3 id="lehre">2.2 Lehre</h3>
<p>Es gibt keine separate Landesstrategie zur Lehre. Neben der bereits erwähnten Strategie <a href="https://mwk.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mwk/intern/dateien/publikationen/Broschuere_E-Learning.pdf">E-Learning – Strategische Handlungsfelder der Hochschulen des Landes Baden-Württemberg zur Digitalisierung in der Hochschullehre</a> bestehen allerdings mit dem <a href="http://www.hdz-bawue.de/">Hochschuldidaktikzentrum</a>, der <a href="http://www.hochschuldidaktik.net">Studienkommission für Hochschuldidaktik an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften</a> und dem <a href="https://www.hnd-bw.de/">Hochschulnetzwerks Digitalisierung der Lehre</a> relevante Netzwerke in diesem Bereich.</p>
<p>Seit 2001 existiert das <a href="http://www.hdz-bawue.de/">Hochschuldidaktikzentrum</a> (HZB), das die neun Universitäten und die sechs Pädagogischen Hochschulen gemeinsam mit einer Geschäftsstelle als Netzwerk führen. Mehr zur Historie findet man auf der <a href="https://www.hochschuldidaktik.uni-freiburg.de/ueberuns/historie">Webseite der Universität Freiburg</a>.</p>
<p>Analog besteht seit 1972 die <a href="http://www.hochschuldidaktik.net">Studienkommission für Hochschuldidaktik an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften</a> (GHD). Seit 1992 existiert die Geschäftsstelle in Karlsruhe. Sie besteht aus vom Senat gewählten Didaktikbeauftragten aller 21 staatlichen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Im Rahmen der Arbeit wurden tausende Projekte gefördert, u.a. durch das <a href="https://books.google.de/books?id=UjzJDgAAQBAJ&amp;pg=PR7&amp;lpg=PR7&amp;dq=Gesch%C3%A4ftsstelle+der+Studienkommission+baden+w%C3%BCrttemberg+gr%C3%BCndung&amp;source=bl&amp;ots=Wpquvy-dmP&amp;sig=_sEPbRvhak-TttZrUkzhRzfoMuA&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwig6NneiMLeAhWLPFAKHS1RDQ4Q6AEwBnoECAYQAQ#v=onepage&amp;q=Gesch%C3%A4ftsstelle%20der%20Studienkommission%20baden%20w%C3%BCrttemberg%20gr%C3%BCndung&amp;f=false">18jährige Programm LARS</a>. Lehrende können über beide Netzwerke und deren Fortbildungen das „Baden-Württemberg-Zertifikat für Hochschuldidaktik&quot; erwerben.</p>
<p>Im Bereich Digitalisierung der Lehre hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg 2015 gemeinsam mit Hochschulvertreter_innen im Rahmen des damaligen Hochschulforum Digitalisierung Lehre@BW 2025 ein Fachkonzept zum aktuellen Stand der Digitalisierung der Lehre, den Herausforderungen sowie strategischen Handlungsfeldern für die Hochschullehre erarbeitet. Die <a href="https://mwk.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mwk/intern/dateien/publikationen/Broschuere_E-Learning.pdf">E-Learning-Strategie</a> umfasst 66 Seiten.</p>
<p>Folgende strategische Handlungsfelder wurden dabei entwickelt:</p>
<ul>
<li>Entwicklung einer hochschulweiten E-Learning-Strategie</li>
<li>Ausbau und strategische Verankerung der lokalen Service-Einrichtungen und Infrastruktur</li>
<li>Hochschul(arten)übergreifende und landesweite Aktivitäten</li>
<li>Strategischer Arbeitskreis zur Digitalisierung der Lehre</li>
<li>Etablierung einer landesweiten Serviceeinrichtung</li>
<li>Anreize für Lehrende schaffen</li>
<li>Landesweites Qualifizierungsangebot: E-Learning Zertifikat</li>
<li>Landesweite Anlaufstelle für Rechtsberatung digitale Lehre</li>
<li>IT-Infrastruktur – Perspektiven für landesweite Kooperationen</li>
<li>Aufbau und Ausgestaltung hochschulübergreifender Studienprogramme, MOOCs und OER</li>
</ul>
<p>Dieses Fachkonzept kann als Grundlage für die Gründung des Hochschulnetzwerks Digitalisierung der Lehre (<a href="https://www.hnd-bw.de/">HND BW</a>) (s.u.) gesehen werden, das die landesweiten Aktivitäten bündelt.</p>
<p>Seit 2011 fördert zudem die Baden-Württemberg Stiftung, die Joachim Herz Stiftung und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft im Rahmen des Programms <a href="https://www.bwstiftung.de/bildung/programme/hochschule/fellowships-fuer-innovationen-in-der-hochschullehre/#c2336">Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre</a> Lehrende bei der Entwicklung von Lehr- und Prüfungsformaten und lässt dieses auch <a href="https://www.bwstiftung.de/uploads/tx_news/Arbeitspapier_Nr._10_Fellowshipprogramm_final.pdf">wissenschaftlich begleiten</a>.</p>
</div>
<h2 id="planung">3 Hochschulentwicklungsplanung</h2>
<p>In dem Papier <a href="https://mwk.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mwk/intern/dateien/Anlagen_PM/2015/Anlage_zu_PM_003_Hochschulfinanzierungsvertrag.pdf">Perspektive 2020 – Hochschulfinanzierungsvertrag des Landes Baden-Württemberg 2015-2020 – Vereinbarung des Landes Baden-Württemberg mit den Hochschulen des Landes Baden-Württemberg</a> ist Digitalisierung in der Hochschullehre kein Thema. Es wird jedoch darauf verwiesen, dass die Hochschulen Open-Access verankern. Im <a href="http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&amp;query=HSchulG+BW&amp;psml=bsbawueprod.psml&amp;max=true&amp;aiz=true">Hochschulgesetz von Baden-Württemberg</a> ist die Entwicklung fünfjähriger Struktur- und Entwicklungspläne als Aufgabe der Hochschulen benannt.</p>
<div class="accordion">Mehr erfahren</div>
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<p>Baden-Württemberg hat mit dem Hochschulfinanzierungsvertrag nach eigenen Angaben als erstes Bundesland die Empfehlung des Wissenschaftsrates umgesetzt und wird zwischen 2015-2020 die Grundfinanzierung der Hochschulen um 3% steigern. Im Hochschulfinanzierungsvertrag werden die Finanzierung festgeschrieben und allgemeine Ziele in folgenden Bereichen benannt:</p>
<ul>
<li>Gute Arbeit an den Hochschulen</li>
<li>Qualitative Weiterentwicklung des Hochschulsystems
<ul>
<li>Sicherstellung des Lehrangebots</li>
<li>Verbesserung des Studienerfolgs</li>
<li>Strategische Partnerschaften mit der Wirtschaft</li>
<li>Promotionsverfahren</li>
<li>Gleichstellung (u.a. Einrichtung einer hochschulartenübergreifende Arbeitsgruppe)</li>
<li>Open Access</li>
</ul></li>
<li>Strategiefähigkeit und Steuerung
<ul>
<li>Strategische Steuerung (Ermittlung von Erfolgsquoten, Prüfung der leistungsorientierten Mittelverteilung)</li>
<li>Rücklagenmanagement</li>
</ul></li>
<li>Energieeffiziente Hochschulen (Energie- und Flächenmanagement)</li>
</ul>
<p>Zudem werden zentrale Dimensionen benannt, die in der individuellen Ausgestaltung der Struktur- und Entwicklungspläne durch die Hochschulen berücksichtigt werden sollen:</p>
<ul>
<li>Lehre und Studium (inkl. Erfolgsquotenermittlung)</li>
<li>Forschung</li>
<li>wissenschaftlicher Nachwuchs</li>
<li>Gleichstellung</li>
<li>akademische Weiterbildung</li>
<li>Wissens- und Technologietransfer</li>
</ul>
<p>Querschnittsaufgaben sind die Verbesserung aller Mitarbeiter_innen sowie die Steigerung des Anteils von Frauen in der Wissenschaft sowie die Minimierung des Energieverbrauch.</p>
<p>Die inhaltliche Ausgestaltung liegt in der Verantwortung der Hochschulen.</p>
<p><strong>Individuelle Struktur- und Entwicklungspläne</strong></p>
<p>Die Hochschulen erarbeiten eigene Struktur- und Entwicklungspläne und veröffentlichen sie teilweise auf ihren Webseiten. Beispiele für die unterschiedlich aufgebauten Struktur- und Entwicklungspläne findet man auf der Seite der <a href="http://www.dhbw.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Broschueren_Handbuch_Betriebe/SEP_2015-2020.pdf">Dualen Hochschule Baden-Württemberg 2015-2020</a> und der <a href="https://www.uni-ulm.de/fileadmin/website_uni_ulm/forschung/Forschungssteckbriefe/STEPL_gesamt_final.pdf">Universität Ulm 2017-2021</a>.</p>
</div>
<p><em>Stand: 07.11.2018</em></p>
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