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<!-- Fallbeschreibung Baden-Württemberg -->
<p>In Baden-Württemberg gibt es aktuell 50 öffentlich-rechtliche und kirchliche Hochschulen, von denen zwei Hochschulen eine eigene, öffentlich zugängliche Digitalisierungsstrategie besitzen.</p>
<h2 id="land">1 Landesstrategie Digitalisierung</h2>
<p>Die seit dem Jahr 2017 bestehende Landesstrategie <a href="https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/PDF/Digitalisierungsstrategie-BW.pdf">Digitalisierungsstrategie der Landesregierung Baden-Württemberg</a>(digital@bw) wurde gemeinsam von allen Ministerien unter der Federführung des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration entwickelt. Hochschulen werden dabei sowohl als Schwerpunktthema, als auch als Querschnittsthema behandelt. Innerhalb des Schwerpunktthemas Lernen@bw wird die Hochschullehre in der landesweiten E-Learning-Strategie (s.u.) und dem Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg (s.u.) kontextualisiert. Bei den Querschnittsthemen sind Hochschulen unter Innovation und Forschung verortet. Der Fokus liegt auf der Forschung und der Kooperation mit der Wirtschaft.</p>
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<div class="panel">
<p>Die Digitalisierungsstrategie wurde im Juli 2017 als Gesamtstrategie des Bundeslandes veröffentlicht. Zwischen Januar und April 2017 stand dabei ein <a href="https://beteiligungsportal.baden-wuerttemberg.de/de/mitmachen/lp-16/landesweite-digitalisierungsstrategie/digitalisierungsstrategie-wissenschaft-und-kultur/digitalisierungsstrategie/">öffentliches Beteiligungsportal</a> zu den bis dato erarbeiteten Strategiebereichen bereit. Die in der Digitalisierungsstrategie verankerten Schwerpunktthemen und Querschnittsthemen sind dabei nach <a href="https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/PDF/161213_Anlage_zu_PM_132_Digitalisierungsaktivit%C3%A4ten_der_Ressorts.pdf">Ressorts</a> aufgeschlüsselt:</p>
<ul>
<li>Ministerium für Kultus, Jugend und Sport: “Den Nachwuchs gezielt auf die digitale berufliche Bildung vorbereiten”</li>
<li>Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst: “Die Hochschulen dabei unterstützen, an der Gestaltung der Digitalisierungspotenziale aktiv mitzuwirken”</li>
<li>Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: “Die Potenziale der Digitalisierung als Nachhaltigkeitsmotor ausschöpfen”</li>
<li>Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration: “Die digitalen Potenziale in den Landkreisen, Städten und Gemeinden bei Verwaltung 4.0 heben”</li>
<li>Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau: “Wir leiten eine neue Gründerzeit ein und schaffen mit der Initiative Wirtschaft 4.0 geeignete Rahmenbedingungen für die Digitalisierung der Wirtschaft”</li>
<li>Ministerium für Soziales und Integration: “Die Möglichkeiten der fortschreitenden Digitalisierung für die Verbesserung der medizinischen und pflegerischen Versorgung in Baden-Württemberg nutzen”</li>
<li>Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: “Den ländlichen Raum zu einem Hotspot der digitalen Gesellschaft entwickeln und mit einem modernen digitalen Verbraucherschutz die Chancen der Digitalisierung nutzen”</li>
<li>Ministerium für Verkehr: “Baden-Württemberg zur Mobilitätsregion Nummer eins weiterentwickeln”</li>
<li>Ministerium für Justiz und für Europa: “Voraussetzungen für eine moderne und schnelle Kommunikation mit den Gerichten und Justizbehörden”</li>
<li>Ministerium für Finanzen: “Von der Steuer bis zum Hochbau – Digitalisierung gezielt und zukunftsweisend umsetzen und vorantreiben”</li>
</ul>
<p>Zudem wurde eine Webseite <a href="https://www.digital-bw.de">digital@bw</a> geschaffen, die über die Digitalisierungsaktivitäten berichtet, bspw. in Form von Berichten wie dem <a href="https://www.digital-bw.de/digitalisierungsbericht01/">1. Digitalisierungsbericht der Landesregierung</a>.</p>
<p>Die Schwerpunktthemen der Landesstrategie sind:</p>
<ul>
<li>Intelligente Mobilität der Zukunft</li>
<li>Digitale Start-ups: Treiber der Digitalisierung</li>
<li>Initiative Wirtschaft 4.0: Digitalisierung in der Fläche voranbringen</li>
<li>Lernen@bw: Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung</li>
<li>Digitale Gesundheitsanwendungen</li>
<li>Die Zukunft von Kommunen und Verwaltung ist digital</li>
</ul>
<p>Die Querschnittsthemen sind:</p>
<ul>
<li>Bei Forschung, Entwicklung und Innovation international an der Spitze</li>
<li>Schnelles Internet in Stadt und Land</li>
<li>Digitalisierung: Chance für Nachhaltigkeit und Energiewende</li>
<li>Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz im digitalen Zeitalter</li>
</ul>
<p>Hochschulen werden im Schwerpunktthema Lernen@bw als “digitale Talentschmieden” verortet. Dabei wird Bezug auf die E-Learning-Strategie (s.u.) und das Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg (HND BW) (s.u.) genommen. Folgende Ziele werden laut <a href="https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/PDF/Digitalisierungsstrategie-BW.pdf">Digitalisierungsstrategie</a> angestrebt:</p>
<ul>
<li>hochschulübergreifende Erstellung und Nutzung von digitalen Lehrmaterialien</li>
<li>gemeinsame Entwicklung von Kriterien und Standards zur gegenseitigen Anerkennung von Kursen</li>
<li>Stärkung der Medienkompetenz der Dozierenden</li>
<li>Entwicklung und Nutzung von skalierungsfähigen Qualifizierungsmodulen im landesweiten OER-Repositorium der Universität Tübingen</li>
<li>Förderung von Leuchtturmprojekten durch den Innovationsfonds „Teaching4Future Lehre digital&quot;</li>
</ul>
<p>Bei den Querschnittsthemen sind Hochschulen unter Innovation und Forschung verortet. Der Fokus liegt dabei auf der Forschung und der Kooperation mit der Wirtschaft mit folgenden Schwerpunkten:</p>
<ul>
<li>Science Data Centers: Daten zugänglich und nutzbar machen</li>
<li>Höchstleistungsrechnen und datenintensives Rechnen: komplexe Forschung und Unterstützung bei Simulationen und Auswertung großer Datenmengen für Unternehmen</li>
<li>gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Wissenschaft und Wirtschaft im Bereich Intelligente Systeme</li>
<li>Erforschung der Gesellschaft im digitalen Wandel</li>
</ul>
<p>Zusätzlich kommt Hochschulen Bedeutung in folgenden Zusammenhängen zu:</p>
<ul>
<li>Interdisziplinäre Forschungsverbünde zur Reflektion der Technikentwicklung</li>
<li>Vermittlung von Gründungskompetenz</li>
<li>Weiterentwicklung der Lehramtsstudiengänge</li>
</ul>
</div>
<h2 id="forschung-lehre">2 Landesweite Hochschulstrategie in den Leistungsbereichen Forschung und Lehre</h2>
<p>Es gibt keine separaten Landesstrategien für die Bereiche Forschungs oder Lehre. Im Bereich Digitalisierung und Hochschulen liegen jeweils eine Landesstrategie zu <a href="https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mwk/intern/dateien/Anlagen_PM/2014/066_PM_Anlage_E-Science_Web.pdf">E-Science</a> und <a href="https://mwk.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mwk/intern/dateien/publikationen/Broschuere_E-Learning.pdf">E-Learning</a> vor. Letztere ist ein Fachkonzept zum aktuellen Stand der Digitalisierung der Lehre, den Herausforderungen sowie strategischen Handlungsfeldern für die Hochschullehre. Es wurde vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg 2015 gemeinsam mit Hochschulvertreter_innen im Rahmen des damaligen Hochschulforums Digitalisierung Lehre @ BW 2025 erarbeitet. Die 2014 von demselben Ministerium veröffentlichte E-Science-Strategie ist ein Fachkonzept zur Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Infrastruktur in Baden-Württemberg.</p>
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<div class="panel">
<h3 id="forschung">2.1 Forschung</h3>
<p>Es liegt kein separates Strategiepapier für eine Landes-Forschungsstrategie vor. Es wurden allerdings zum Teil besonders förderungswürdige Forschungsschwerpunkte festgelegt. In dem Dokument <a href="https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mwk/intern/dateien/Anlagen_PM/2014/066_PM_Anlage_E-Science_Web.pdf">E-Science – Wissenschaft unter neuen Rahmenbedingungen – Fachkonzept zur Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Infrastruktur in Baden-Württemberg</a> stellt Open-Access ein strategisches Handlungsfeld dar.</p>
<p>Zwar existiert bislang keine landesweite Forschungsstrategie, jedoch hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst strategische <a href="https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/forschung/forschungsfoerderung/strategische-forschungsschwerpunkte/">Forschungsschwerpunkte</a> definiert, die besonders gefördert werden:</p>
<ul>
<li>Bioökonomie</li>
<li>Elektromobilität und Fahrzeugleichtbau</li>
<li>Leichtbau</li>
<li>Energieforschung</li>
<li>Luft- und Raumfahrttechnik</li>
<li>Industrie 4.0</li>
<li>Medizinische Forschung und Medizintechnik</li>
</ul>
<h4 id="wissens--und-technologietransfer">2.1.1 Wissens- und Technologietransfer</h4>
<p>Es gibt keine separate Landesstrategie zum Wissens- und Technologietransfer. Die Rolle der Hochschulen in diesem Themenfeld ist in der Gesamtlandesstrategie vor allem unter Initiative Wirtschaft 4.0 (s.o.) beschrieben.</p>
<h4 id="open-access">2.1.2 Open Access</h4>
<p>2014 hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit Verweis auf nationale Diskussionen und Empfehlungen das genannte <a href="https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mwk/intern/dateien/Anlagen_PM/2014/066_PM_Anlage_E-Science_Web.pdf">E-Science-Fachkonzept</a> veröffentlicht. Open-Access ist Teil der insgesamt fünf strategischen, ineinandergreifenden Handlungsfelder, die durch aus Hochschulmitgliedern bestehenden Arbeitsgruppen konzeptionell erarbeitet wurden:</p>
<ul>
<li>Lizenzierung: Innovationspotenzial und Perspektiven für die Lizenzierung von E-Medien und Software in Baden-Württemberg</li>
<li>Digitalisierung</li>
<li>Open Access: Neue Rahmenbedingungen für wissenschaftliches Publizieren in Open Access an den Hochschulen in Baden-Württemberg</li>
<li>Forschungsdatenmanagement</li>
<li>Virtuelle Forschungsumgebungen</li>
</ul>
<p>Der Fokus bei Open Access liegt auf dem “BW-Open Access-Förderprogramm” mit drei Handlungsfeldern:</p>
<ul>
<li>Technische Infrastruktur für elektronisches Publizieren (grüner Weg)</li>
<li>Fonds für die Finanzierung von Open Access Publikationen (goldener Weg)</li>
<li>Geschäftsmodelle</li>
</ul>
<h3 id="lehre">2.2 Lehre</h3>
<p>Es gibt keine separate Landesstrategie zur Lehre. Neben der bereits erwähnten Strategie <a href="https://mwk.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mwk/intern/dateien/publikationen/Broschuere_E-Learning.pdf">E-Learning – Strategische Handlungsfelder der Hochschulen des Landes Baden-Württemberg zur Digitalisierung in der Hochschullehre</a> bestehen allerdings mit dem <a href="http://www.hdz-bawue.de/">Hochschuldidaktikzentrum</a>, der <a href="http://www.hochschuldidaktik.net">Studienkommission für Hochschuldidaktik an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften</a> und dem <a href="https://www.hnd-bw.de/">Hochschulnetzwerks Digitalisierung der Lehre</a> relevante Netzwerke in diesem Bereich.</p>
<p>Seit 2001 existiert das <a href="http://www.hdz-bawue.de/">Hochschuldidaktikzentrum</a> (HZB), das die neun Universitäten und die sechs Pädagogischen Hochschulen gemeinsam mit einer Geschäftsstelle als Netzwerk führen. Mehr zur Historie findet man auf der <a href="https://www.hochschuldidaktik.uni-freiburg.de/ueberuns/historie">Webseite der Universität Freiburg</a>.</p>
<p>Analog besteht seit 1972 die <a href="http://www.hochschuldidaktik.net">Studienkommission für Hochschuldidaktik an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften</a> (GHD). Seit 1992 existiert die Geschäftsstelle in Karlsruhe. Sie besteht aus vom Senat gewählten Didaktikbeauftragten aller 21 staatlichen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Im Rahmen der Arbeit wurden tausende Projekte gefördert, u.a. durch das <a href="https://books.google.de/books?id=UjzJDgAAQBAJ&amp;pg=PR7&amp;lpg=PR7&amp;dq=Gesch%C3%A4ftsstelle+der+Studienkommission+baden+w%C3%BCrttemberg+gr%C3%BCndung&amp;source=bl&amp;ots=Wpquvy-dmP&amp;sig=_sEPbRvhak-TttZrUkzhRzfoMuA&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwig6NneiMLeAhWLPFAKHS1RDQ4Q6AEwBnoECAYQAQ#v=onepage&amp;q=Gesch%C3%A4ftsstelle%20der%20Studienkommission%20baden%20w%C3%BCrttemberg%20gr%C3%BCndung&amp;f=false">18jährige Programm LARS</a>. Lehrende können über beide Netzwerke und deren Fortbildungen das „Baden-Württemberg-Zertifikat für Hochschuldidaktik&quot; erwerben.</p>
<p>Im Bereich Digitalisierung der Lehre hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg 2015 gemeinsam mit Hochschulvertreter_innen im Rahmen des damaligen Hochschulforum Digitalisierung Lehre@BW 2025 ein Fachkonzept zum aktuellen Stand der Digitalisierung der Lehre, den Herausforderungen sowie strategischen Handlungsfeldern für die Hochschullehre erarbeitet. Die <a href="https://mwk.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mwk/intern/dateien/publikationen/Broschuere_E-Learning.pdf">E-Learning-Strategie</a> umfasst 66 Seiten.</p>
<p>Folgende strategische Handlungsfelder wurden dabei entwickelt:</p>
<ul>
<li>Entwicklung einer hochschulweiten E-Learning-Strategie</li>
<li>Ausbau und strategische Verankerung der lokalen Service-Einrichtungen und Infrastruktur</li>
<li>Hochschul(arten)übergreifende und landesweite Aktivitäten</li>
<li>Strategischer Arbeitskreis zur Digitalisierung der Lehre</li>
<li>Etablierung einer landesweiten Serviceeinrichtung</li>
<li>Anreize für Lehrende schaffen</li>
<li>Landesweites Qualifizierungsangebot: E-Learning Zertifikat</li>
<li>Landesweite Anlaufstelle für Rechtsberatung digitale Lehre</li>
<li>IT-Infrastruktur – Perspektiven für landesweite Kooperationen</li>
<li>Aufbau und Ausgestaltung hochschulübergreifender Studienprogramme, MOOCs und OER</li>
</ul>
<p>Dieses Fachkonzept kann als Grundlage für die Gründung des Hochschulnetzwerks Digitalisierung der Lehre (<a href="https://www.hnd-bw.de/">HND BW</a>) (s.u.) gesehen werden, das die landesweiten Aktivitäten bündelt.</p>
<p>Seit 2011 fördert zudem die Baden-Württemberg Stiftung, die Joachim Herz Stiftung und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft im Rahmen des Programms <a href="https://www.bwstiftung.de/bildung/programme/hochschule/fellowships-fuer-innovationen-in-der-hochschullehre/#c2336">Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre</a> Lehrende bei der Entwicklung von Lehr- und Prüfungsformaten und lässt dieses auch <a href="https://www.bwstiftung.de/uploads/tx_news/Arbeitspapier_Nr._10_Fellowshipprogramm_final.pdf">wissenschaftlich begleiten</a>.</p>
</div>
<h2 id="planung">3 Hochschulentwicklungsplanung</h2>
<p>In dem Papier <a href="https://mwk.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mwk/intern/dateien/Anlagen_PM/2015/Anlage_zu_PM_003_Hochschulfinanzierungsvertrag.pdf">Perspektive 2020 – Hochschulfinanzierungsvertrag des Landes Baden-Württemberg 2015-2020 – Vereinbarung des Landes Baden-Württemberg mit den Hochschulen des Landes Baden-Württemberg</a> ist Digitalisierung in der Hochschullehre kein Thema. Es wird jedoch darauf verwiesen, dass die Hochschulen Open-Access verankern. Im <a href="http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&amp;query=HSchulG+BW&amp;psml=bsbawueprod.psml&amp;max=true&amp;aiz=true">Hochschulgesetz von Baden-Württemberg</a> ist die Entwicklung fünfjähriger Struktur- und Entwicklungspläne als Aufgabe der Hochschulen benannt.</p>
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<div class="panel">
<p>Baden-Württemberg hat mit dem Hochschulfinanzierungsvertrag nach eigenen Angaben als erstes Bundesland die Empfehlung des Wissenschaftsrates umgesetzt und wird zwischen 2015-2020 die Grundfinanzierung der Hochschulen um 3% steigern. Im Hochschulfinanzierungsvertrag werden die Finanzierung festgeschrieben und allgemeine Ziele in folgenden Bereichen benannt:</p>
<ul>
<li>Gute Arbeit an den Hochschulen</li>
<li>Qualitative Weiterentwicklung des Hochschulsystems
<ul>
<li>Sicherstellung des Lehrangebots</li>
<li>Verbesserung des Studienerfolgs</li>
<li>Strategische Partnerschaften mit der Wirtschaft</li>
<li>Promotionsverfahren</li>
<li>Gleichstellung (u.a. Einrichtung einer hochschulartenübergreifende Arbeitsgruppe)</li>
<li>Open Access</li>
</ul></li>
<li>Strategiefähigkeit und Steuerung
<ul>
<li>Strategische Steuerung (Ermittlung von Erfolgsquoten, Prüfung der leistungsorientierten Mittelverteilung)</li>
<li>Rücklagenmanagement</li>
</ul></li>
<li>Energieeffiziente Hochschulen (Energie- und Flächenmanagement)</li>
</ul>
<p>Zudem werden zentrale Dimensionen benannt, die in der individuellen Ausgestaltung der Struktur- und Entwicklungspläne durch die Hochschulen berücksichtigt werden sollen:</p>
<ul>
<li>Lehre und Studium (inkl. Erfolgsquotenermittlung)</li>
<li>Forschung</li>
<li>wissenschaftlicher Nachwuchs</li>
<li>Gleichstellung</li>
<li>akademische Weiterbildung</li>
<li>Wissens- und Technologietransfer</li>
</ul>
<p>Querschnittsaufgaben sind die Verbesserung aller Mitarbeiter_innen sowie die Steigerung des Anteils von Frauen in der Wissenschaft sowie die Minimierung des Energieverbrauch.</p>
<p>Die inhaltliche Ausgestaltung liegt in der Verantwortung der Hochschulen.</p>
<p><strong>Individuelle Struktur- und Entwicklungspläne</strong></p>
<p>Die Hochschulen erarbeiten eigene Struktur- und Entwicklungspläne und veröffentlichen sie teilweise auf ihren Webseiten. Beispiele für die unterschiedlich aufgebauten Struktur- und Entwicklungspläne findet man auf der Seite der <a href="http://www.dhbw.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Broschueren_Handbuch_Betriebe/SEP_2015-2020.pdf">Dualen Hochschule Baden-Württemberg 2015-2020</a> und der <a href="https://www.uni-ulm.de/fileadmin/website_uni_ulm/forschung/Forschungssteckbriefe/STEPL_gesamt_final.pdf">Universität Ulm 2017-2021</a>.</p>
</div>
<p><em>Stand: 07.11.2018</em></p>
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<!-- Fallbeschreibung Bayern -->
<p>In Bayern gibt es aktuell 40 öffentlich-rechtliche und kirchliche Hochschulen, davon besitzen acht Hochschulen eine eigene, öffentlich zugängliche Digitalisierungsstrategie.</p>
<h2 id="land">1 Landesstrategie</h2>
<p>Die Landesstrategie <a href="https://www.stmwi.bayern.de/fileadmin/user_upload/stmwi/Themen/Medien/Dokumente/2015-07-27-Zukunftsstrategie-BAYERN-DIGITAL.pdf">Zukunftsstrategie Bayern Digital</a> vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie bildet das Fundament für das Digitalisierungsprogramme <a href="https://www.stmwi.bayern.de/digitalisierung/bayern-digital-ii/bayern-digital-i/">Masterplan Bayern Digital I</a> und <a href="http://www.bayern.de/wp-content/uploads/2014/09/17-05-30-masterplan-bayern-digital_massnahmen_anlage-mrv_final.pdf">Masterplan Bayern Digital II</a>. Zusammengenommen sind die beiden Investitionsprogramme von 2015 bis 2022 angelegt.</p>
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<div class="panel">
<p>Als eine aktualisierte Übersicht der Zukunftsstrategie stellt die Bayrische Staatskanzlei die Zusammenfassung <a href="https://www.bayern.de/wp-content/uploads/2018/07/zukunft_in_bayern_digital_gestalten.pdf">Zukunft in Bayern Digital gestalten</a> zur Verfügung. Gemäß diesem 2018 veröffentlichten Dokument sind folgende sechs Schwerpunkte aktuell:</p>
<ol type="1">
<li>Investitionsprogramm für die Gigabit-Gesellschaft<br />
</li>
<li>Aktionsprogramm für das lebenslange Lernen<br />
</li>
<li>Sicherheit in der digitalen Welt<br />
</li>
<li>Aufbau digitaler Kompetenzen im bayerischen Mittelstand und bei den Gründern<br />
</li>
<li>Investitionsprogramm für alle wichtigen Zukunftstechnologien<br />
</li>
<li>Der Mensch im Mittelpunkt der digitalen Welt</li>
</ol>
<p>Zuständig für die Weiterentwicklung und die Abstimmung der bisher 170 Maßnahmen, die sich aus den inhaltlichen Schwerpunkten ergeben, ist die Abteilung Digitales und Medien in der Staatskanzlei.</p>
<p>Hochschulen werden unter dem Schwerpunkt <strong>Aktionsprogramm für das lebenslange Lernen</strong> sowie dem <strong>Investitionsprogramm für alle wichtigen Zukunftstechnologien</strong> verortet.</p>
<p><strong>Aktionsprogramm für das lebenslange Lernen:</strong></p>
<p>Die Zielsetzungen sind in zwei Kategorien eingeteilt und umfassen u.a.:</p>
<ul>
<li>Neue Formen des digitalen Lehrens und Lernens an den Hochschulen
<ul>
<li>Kompetenzzentren an den neun lehrerbildenden Universitäten (DigiLLabs)</li>
<li>Anwendungszentren für digitale Lehre an HAWs (Kooperation mit betrieblicher Aus- und Weiterbildung)</li>
<li>Ausbau der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb) um offene digitale Lehrangebote</li>
</ul></li>
<li>Zusätzliche Studienangebote in digitalen Zukunftsbereichen
<ul>
<li>Software Engineering an den Hochschulen</li>
<li>Mensch-Maschine-Interaktion/Human Centric Engineering</li>
<li>Stärkung der Informatikkompetenzen</li>
<li>Schaffung von neuen Studiengängen und mehr Studienplätzen</li>
</ul></li>
</ul>
<p><strong>Investitionsprogramm für alle wichtigen Zukunftstechnologien:</strong></p>
<p>Hier werden Hochschulen im Kontext der Forschung und des Wissens- und Technologietransfers in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft thematisiert. Zudem soll ein Bayrisches Internetinstitut gegründet werden: das <a href="https://www.bidt.digital/">Bavarian Research Institute for Digital Transformation</a> (BIDT). Im BIDT geht das <a href="http://mcir.digital/">Munich Center for Internet Research</a> auf.</p>
<p>Der Strategieprozess wurde von der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften in Kooperation mit dem Münchner Kreis im Auftrag des Bayrischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie vorbereitet. Ausgehend von den Themenfeldern Voraussetzungen der Digitalisierung, Digitalisierung der Wirtschaft und Digitalisierung für die Gesellschaft wurden zwölf Themenbereiche in zwei Arbeitsgruppen, bestehend aus Expert_innen der Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, aus der Perspektive von Wissenschaft/Technik, Wirtschaft sowie Wissenschaft/Gesellschaft bearbeitet. Das Ergebnis waren 27 Handlungsempfehlungen, die 2015 im “<a href="https://www.acatech.de/wp-content/uploads/2018/03/acatech_Bayern_Digital_WEB.pdf">acatech Begleitprozess zur Strategie Bayern Digital – ein Ergebnispapier mit Handlungsempfehlungen</a>” zusammengefasst wurden.</p>
</div>
<h2 id="forschung-lehre">2 Landesweite Hochschulstrategie in den Leistungsbereichen Forschung und Lehre</h2>
<p>Seit 2011 gibt es im Bereich Forschung die Landesstrategie <a href="https://www.stmwk.bayern.de/wissenschaftler/forschung.html">Gesamtkonzept für die Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik der Bayerischen Staatsregierung</a>, in der Digitalisierung kein Thema ist. Für den Bereich Lehre liegt die Zukunftsstrategie <a href="https://www.km.bayern.de/epaper/Digitale_Bildung_in_Schule_Hochschule_Kultur/index.html">Digitale Bildung in Schule, Hochschule und Kultur</a> vor, die 2016 vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst vorgelegt wurde. Sie umfasst unter Berücksichtigung des Status Quo sowohl übergeordnete Zielvorstellungen als auch konkrete kurzfristige und langfristige Ziele und Maßnahmen, die auch den Bereich Forschung fokussieren. Zu Open Access sowie zu Wissens- und Technologietransfer liegen keine separaten Strategien vor. Allerdings wurden im Hinblick auf Letzteres einige strategische Zielsetzungen bspw. vom <a href="https://zentrum-digitalisierung.bayern">Zentrum Digitalisierung.Bayern</a> (s.u.) ermittelt.</p>
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<div class="panel">
<h3 id="forschung">2.1 Forschung</h3>
<p>Seit 2011 gibt es im Bereich Forschung die Landesstrategie <a href="https://www.stmwk.bayern.de/wissenschaftler/forschung.html">Gesamtkonzept für die Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik der Bayerischen Staatsregierung</a>, in der Digitalisierung kein Thema ist. Relevante Punkte diesbezüglich sind in der Zukunftsstrategie <a href="https://www.km.bayern.de/epaper/Digitale_Bildung_in_Schule_Hochschule_Kultur/index.html">Digitale Bildung in Schule, Hochschule und Kultur</a> festgehalten.</p>
<p>Das <a href="https://www.stmwk.bayern.de/wissenschaftler/forschung.html">Gesamtkonzept für die Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik der Bayerischen Staatsregierung</a> umfasst folgende Punkte:</p>
<ul>
<li>Gesellschaftliches Bewusstsein für Wissenschaft und Forschung stärken</li>
<li>Rahmenbedingungen für Forschung, Technologie und Innovation optimieren</li>
<li>Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum von Unternehmen auf allen Ebenen fördern</li>
<li>Instrumente der Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik regional ausgewogen ausrichten</li>
<li>Durch Kooperation Bayern im Wettbewerb um EU- und Bundesmittel stärken</li>
<li>Thematische Schwerpunkte der Forschungs- und Technologiepolitik</li>
</ul>
<p>Die Zukunftsstrategie <a href="https://www.km.bayern.de/epaper/Digitale_Bildung_in_Schule_Hochschule_Kultur/index.html">Digitale Bildung in Schule, Hochschule und Kultur</a> umfasst unter Berücksichtigung des Status Quo sowohl übergeordnete Zielvorstellungen als auch konkrete kurzfristige und langfristige Ziele und Maßnahmen, die den Bereich Forschung wie folgt fokussieren:</p>
<ul>
<li><a href="https://zentrum-digitalisierung.bayern">Zentrum Digitalisierung.Bayern</a> (ZD.B):
<ul>
<li>Schaffung von Themenplattformen</li>
<li>Förderung der Zusammenarbeit aller Expert_innen und vorhandener Netzwerke</li>
<li>Begleitung und Gestaltung von themenspezifischen Digitalisierungsprozessen (z.B. Lehrmedien für die Schule)</li>
<li>Untersuchung gesellschaftlicher Auswirkungen der Digitalisierung</li>
<li>Förderung von kooperativen Forschungsprojekten</li>
</ul></li>
<li>Computersimulation:
<ul>
<li>Ausstattung des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) mit neuem Simulationsrechner</li>
</ul></li>
<li>Internet-Forschungsinstitut:
<ul>
<li>Beteiligung an BMBF-Wettbewerb um ein Internet-Forschungsinstitut (Stand Oktober 2018: <a href="https://vernetzung-und-gesellschaft.de/">Berlin/Brandenburg</a> hat gewonnen)</li>
</ul></li>
<li>Big-Data-Kompetenzzentrum:
<ul>
<li>Dienstleistungszentrum für Forschung, IT, Qualifizierung und Wissenstransfer durch Kooperation von Leibniz-Rechenzentrum, Münchener Hochschulen und ZD.B</li>
</ul></li>
<li>Digitaler Professoren Almanach (DP.A):
<ul>
<li>Ausweitung auf alle bayerischen Forschungseinrichtungen und auf qualitative Daten</li>
</ul></li>
</ul>
<h4 id="wissens--und-technologietransfer">2.1.1 Wissens- und Technologietransfer</h4>
<p>Es liegt keine separate Strategie in diesem Bereich vor. Jedoch gibt es an allen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften Wissens- und Technologietransferbeauftragte (WTT), die sich gemeinsam auf einer <a href="http://www.tbh.bayern/die-tbh-know-how-hoch-27.html">Webseite</a> präsentieren. Sie verstehen sich als Vermittler_innen zwischen Hochschulen und Wirtschaft bzw. Gesellschaft und sind Ansprechpartner_innen für Unternehmen und Wissenschaftler_innen, die nach Kooperationen suchen.</p>
<p>Weitere strategische Zielsetzungen in diesem Bereich werden bspw. durch das Zentrum Digitalisierung.Bayern (s.o.) umgesetzt, welches die Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und öffentlichen Maßnahmen stärkt.</p>
<h4 id="open-access">2.1.2 Open Access</h4>
<p>Es gibt aktuell keine bayrische Open Access-Strategie. Open Access wird in der Zukunftsstrategie “Digitale Bildung in Schule, Hochschule und Kultur” an zwei Stellen kurz erwähnt. Es liegt jedoch ein <a href="http://www1.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Basisdrucksachen/0000014000/0000014339.pdf">Antrag von Grünen-Abgeordneten</a> vom 22.03.18 im Bayrischen Landtag vor, der eine Aufforderung an die Staatsregierung zur Vorlage einer Open Access-Strategie beinhaltet: “Die Open Access-Strategie in Bayern sollte Hand in Hand mit den bisherigen und zukünftigen Bemühungen im Bereich von Open Access auf der Bundesebene gehen und mit allen Akteuren in der Wissenschaft zusammen entwickelt werden.”</p>
<h3 id="lehre">2.2 Lehre</h3>
<p>Für den Bereich Lehre liegt die Zukunftsstrategie <a href="https://www.km.bayern.de/epaper/Digitale_Bildung_in_Schule_Hochschule_Kultur/index.html">Digitale Bildung in Schule, Hochschule und Kultur</a> vor. Im Bereich der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften besteht seit 2011 darüber hinaus das <a href="https://www.diz-bayern.de/">Zentrum für Hochschuldidaktik</a> (DiZ) – eine gemeinsame, hochschulübergreifende, wissenschaftliche Einrichtung der staatlichen bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften zur kontinuierlichen Verbesserung der Hochschuldidaktik. Seit 2011 existiert auch ein bis 2020 über den Qualitätspakt Lehre finanzierte Verbund aller hochschuldidaktischen Einrichtungen an allen bayerischen Universitäten namens <a href="https://profilehreplus.de/was-ist-plp/">ProfiLehre</a>.</p>
<p>Die Zukunftsstrategie <a href="https://www.km.bayern.de/epaper/Digitale_Bildung_in_Schule_Hochschule_Kultur/index.html">Digitale Bildung in Schule, Hochschule und Kultur</a> umfasst unter Berücksichtigung des Status Quo sowohl übergeordnete Zielvorstellungen als auch konkrete kurzfristige und langfristige Ziele und Maßnahmen für den Bereich Lehre:</p>
<ul>
<li>Virtuelle Hochschule Bayern (vhb) (s.u.):
<ul>
<li>Ausbau des Angebots z.B. in Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und Lehramt</li>
<li>Aufbau eines speziellen Programms in den Geistes- und Sozialwissenschaften</li>
<li>Stärkung der Nutzung durch Hochschulen für angewandte Wissenschaften</li>
</ul></li>
<li><a href="https://www.stmwk.bayern.de/studenten/digitalisierung/hochschule-digitaler-campus.html">Digitaler Campus Bayern:</a>
<ul>
<li>Schaffung einer Infrastruktur und vergleichbarer Studienbedingungen durch einen “Digitalen Lern- und Forschungsraum Bayern”</li>
<li>Ausbau der Cybersicherheit an Hochschulen</li>
<li>Beschaffung zusätzlicher Lizenzen für Software und Fachinformationen</li>
<li>Erleichterung des Zugangs zu Lernumgebungen</li>
<li>Ausbau von Blended Learning an Hochschulen (zusätzlich zur vhb) und MOOCS</li>
<li>Förderung der Lehre von Informationstechnik</li>
</ul></li>
<li>Wettbewerb „Partnerschaft Hochschulen und Region&quot;
<ul>
<li>Etablierung von „Digitalen Lernorten&quot; in der Region</li>
<li>Schaffung und Verstetigung von Online-Studienmodellen</li>
</ul></li>
</ul>
</div>
<h2 id="planung">3 Hochschulentwicklungsplanung</h2>
<p>Es gibt eine übergreifende Hochschulentwicklungsplanung und hochschulspezifische Zielvereinbarungen. Die übergreifende, landesweite Hochschulentwicklungsplanung in Form des sogenannten <a href="https://www.stmwk.bayern.de/studenten/wissenschaftspolitik/innovationsbuendnis.html">Innovationsbündnis 4.0</a> ist eine Rahmenvereinbarung zwischen der bayrischen Landesregierung und allen Hochschulen. Die hochschulspezifischen Zielvereinbarungen beinhalten die allgemeinen hochschulpolitischen Zielsetzungen, angepasst auf das jeweilige Hochschulprofil.</p>
<div class="accordion">Mehr erfahren</div>
<div class="panel">
<h3 id="hochschulentwicklungsplanung">3.1 Hochschulentwicklungsplanung</h3>
<p>Das <a href="https://www.stmwk.bayern.de/studenten/wissenschaftspolitik/innovationsbuendnis.html">Innovationsbündnis 4.0</a>ist eine Rahmenvereinbarung zur landesweiten Hochschulentwicklungsplanung gemäß Art.14 BayHSchG. zwischen der bayrischen Landesregierung und allen Hochschulen. Die Rahmenvereinbarung ist eingebettet in die gesellschaftlichen Herausforderungen demografischer Wandel, Digitalisierung, Globalisierung und Nachhaltigkeit, denen auch Hochschulen begegnen müssen.</p>
<p>Das Innovationsbündnis 4.0 enthält sowohl die Hochschulentwicklungsplanung als auch den Hochschulfinanzierungspakt bis 2022. Es werden Maßnahmen in zehn Handlungsfeldern benannt:</p>
<ul>
<li>Sicherstellung der erforderlichen Ausbildungskapazitäten (u.a. digital gestützte Lehrangebote)</li>
<li>Gewährleistung eines diversifizierten Studienangebots (u.a. Lehramtsstudiengänge)</li>
<li>Optimale Studienbedingungen (u.a. Leitbild für die Lehre)</li>
<li>Hochschulentwicklung und Hochschulsteuerung (u.a. Entwicklungspläne)</li>
<li>Wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für das Hochschulpersonal (u.a. Tenure Track)</li>
<li>Regionale Kooperationen und Vernetzung sowie Stärkung der Internationalisierung als wissenschaftspolitische Gestaltungsinstrumente</li>
<li>Profilierung und Schwerpunktsetzungen in der Forschung einschließlich der angewandten Forschung (u.a. Exzellenz)</li>
<li>Bauliche und digitale Infrastrukturen</li>
<li>Stärkung des Ideen-, Wissens- und Technologietransfers, der Technologieverwertung sowie des gesellschaftlich-wissenschaftlichen Dialogs</li>
</ul>
<p>Digitalisierung wird als eigenes Handlungsfeld thematisiert. Die Hochschulen sollen sich dabei an der Zukunftsstrategie “Digitale Bildung in Schule, Hochschule und Kultur” (s.o.) und an der KMK-Strategie “<a href="https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2016/Bildung_digitale_Welt_Webversion.pdf">Bildung in der digitalen Welt</a>” orientieren.</p>
<p>Konkrete Maßnahmen werden mit Referenz auf Bayern Digital I und II benannt, u.a. sind diese:</p>
<ul>
<li>Digitaler Campus Bayern (s.o.)</li>
<li>Ausbau der Lehr- und Forschungskapazitäten</li>
<li>Zentrums Digitalisierung.Bayern (s.o.)</li>
<li>Nachwuchsforschergruppen</li>
<li>Innovationslabore für Studierende oder</li>
<li>Doktorandenprogramm im Bereich Digitalisierung</li>
<li>Kompetenzzentren für digitales Lehren</li>
<li>Erweiterung der Internationalisierungskonzepte digitale Kooperations- und Betreuungsformate</li>
<li>Hochschul-Ausbildungsoffensive für Informatik- und Softwarekompetenzen</li>
<li>Open-vhb (s.o.)</li>
</ul>
<h3 id="hochschulspezifische-zielvereinbarungen">3.2 Hochschulspezifische Zielvereinbarungen</h3>
<p>In den <a href="https://www.stmwk.bayern.de/studenten/wissenschaftspolitik/zielvereinbarungen.html">individuellen Zielvereinbarungen</a> sind die allgemeinen hochschulpolitischen Zielstellungen auf das Hochschulprofil angepasst. Die gemeinsam formulierten Ziele sind dabei u.a.:</p>
<ul>
<li>Sicherstellung der erforderlichen Ausbildungskapazitäten</li>
<li>Systematische Qualitätsverbesserung in der Lehre</li>
<li>Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis</li>
<li>Förderung der Gleichstellung und des wissenschaftlichen Nachwuchses</li>
<li>Internationalisierung</li>
<li>Stärkung des Wissens- und Technologietransfers</li>
<li>Realisierung der inklusiven Hochschule</li>
<li>Steigerung der Effizienz in der Hochschulverwaltung</li>
</ul>
</div>
<p><em>Stand: 07.11.2018</em></p>
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<!-- Fallbeschreibung Hamburg -->
<p>In Hamburg gibt es aktuell acht öffentlich-rechtliche und kirchliche Hochschulen, von denen drei Hochschulen eine eigene, öffentlich zugängliche Digitalisierungsstrategie besitzen.</p>
<h2 id="land">1 Landesstrategie</h2>
<p>Die Landesstrategie <a href="https://www.hamburg.de/contentblob/9260384/ed1cb41d024dbef3f62bd9cd834ca838/data/strategie-deutsch.pdf">Digitale Stadt bzw. Die Digitalisierung der großen Stadt – Chancen für Wirtschaftskraft, Kommunikation und öffentliche Dienstleistungen</a> wurde 2015 von der Senatskanzlei auf Deutsch und Englisch veröffentlicht. Es werden Felder und Projekte benannt, in denen Hamburg bereits aktiv ist und weiterhin aktiv sein wird. Dabei werden die Fachbehörden aufgefordert, Teilstrategien zu entwickeln. Die Bereiche Digitalisierung und Hochschulbildung werden unter der Schaffung der <a href="https://www.hoou.de/">Hamburg Open Online University (HOOU)</a> thematisiert.</p>
<div class="accordion">Mehr erfahren</div>
<div class="panel">
<p>Die Landesstrategie umfasst folgende Felder und Projekte, in denen sich Hamburg bereits engagiert und auch in Zukunft fokussiert:</p>
<p><strong>Felder</strong></p>
<ul>
<li>Digitale Infrastruktur (Breitband)</li>
<li>Digitale Kommunikation (<a href="http://transparenz.hamburg.de/das-transparenzportal/">Transparenzportal</a>)</li>
<li>Digitale Daseinsvorsorge (Transportmittel, Bildungsnetze)</li>
</ul>
<p><strong>Projekte</strong></p>
<ul>
<li>Digitale Verwaltung (u.a. Open Data-Strategie, Transparenzportal)</li>
<li>Intelligente Verkehrssysteme</li>
<li>smartPORT</li>
<li>Intelligente Bildungsnetze (Zugänge zu Bildungsangeboten im Schulbereich)</li>
<li>Smarte Geodaten</li>
<li>Smart Energy (u.a. virtuelle Kraftwerke, Speicher)</li>
<li>eCulture</li>
</ul>
<p>Für die Bereiche Digitalisierung und Hochschulbildung ist die <a href="https://www.hoou.de/">Hamburg Open Online University (HOOU)</a> maßgeblich.</p>
<p>Mit der HOOU sollen</p>
<ul>
<li>interaktive digitale Lehr- und Lernangebote ergänzt werden</li>
<li>digitale Angebote für den Übergang von Schule zu Hochschule und die Studieneingangsphase bereitgestellt werden</li>
<li>die zunehmende Heterogenität von Studieninteressierten und Studierenden berücksichtigt werden</li>
<li>hochschulische Lehrangebote auch für Zielgruppen außerhalb der Hochschulen zugänglich gemacht werden</li>
<li>neue Zielgruppen für die Hochschulen im Bereich der beruflichen Weiterbildung erschlossen werden.</li>
</ul>
<p>Die HOOU wird zudem als hochschulübergreifende Digitalisierungsstrategie der Hamburger Hochschulen thematisiert, die Ausdruck in einer selbst entwickelten und -betriebenen Plattform, der Entwicklung von frei verfügbaren Lehr- und Lernmaterialien (Open Educational Resources) sowie der Etablierung von Strukturen für Qualifizierungsmaßnahmen (Digital Qualification) findet.</p>
<p>Eine weitere wesentliche Zielsetzung stellt die Einrichtung eines Digital City Science Lab durch die HafenCity Universität Hamburg (HCU) und bspw. dem Media Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Das Digital City Science Lab bearbeitet die Themen Interdisziplinäre Stadtforschung und Digitale Stadt in drei Arbeitsschwerpunkten:</p>
<ul>
<li>Grundlagenforschung</li>
<li>Angewandte Forschung</li>
<li>Beratung durch Think Tank</li>
</ul>
</div>
<h2 id="forschung-lehre">2 Landesweite Hochschulstrategie in den Leistungsbereichen Forschung und Lehre</h2>
<p>Es gibt keine separaten Landestrategien in den Bereichen Forschung und Lehre. Auch über ein hochschulübergreifendes Zentrum für Hochschuldidaktik verfügt Hamburg nicht. Im Bereich Digitalisierung in Lehre und Forschung bestehen allerdings Verbünde, die schriftlich formulierte, strategische Zielsetzungen umsetzen. An dieser Stelle sind zu nennen die <a href="https://www.hamburg.de/contentblob/4612440/f4fbf213d2c3e9136e83337595f52821/data/regionale-innovationsstrategie-hamburg.pdf">Regionale Innovationsstrategie 2020 der Freien und Hansestadt Hamburg</a> der <a href="https://www.hamburg.de/contentblob/2325538/5e8c6994fae2f250644ecfa4fb6d393a/data/strategischen-leitlinien-der-innovationsallianz-hamburg.pdf">Innovationsallianz</a>, die durch <a href="https://www.hamburg.de/openscience/">Hamburg Open Science</a> (HOS) umgesetzte Landesstrategie für Open Access sowie die Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft <a href="https://www.buergerschaft-hh.de/ParlDok/dokument/47665/digitales-lehren-und-lernen-an-den-staatlichen-hamburger-hochschulen.pdf">Digitales Lehren und Lernen an den staatlichen Hamburger Hochschulen</a>.</p>
<div class="accordion">Mehr erfahren</div>
<div class="panel">
<h3 id="forschung">2.1 Forschung</h3>
<p>Es liegt keine separate Landesstrategie für den Bereich Forschung vor. Jedoch wird dieser sowohl im Strategiepapier <a href="https://www.hamburg.de/contentblob/9260384/ed1cb41d024dbef3f62bd9cd834ca838/data/strategie-deutsch.pdf">Digitale Stadt</a> als auch in der <a href="https://www.hamburg.de/contentblob/4612440/f4fbf213d2c3e9136e83337595f52821/data/regionale-innovationsstrategie-hamburg.pdf">Regionalen Innovationsstrategie 2020 der Freien und Hansestadt Hamburg</a> und über die <a href="https://www.hamburg.de/openscience/">Hamburg Open Science</a> (HOS) thematisiert. Diese werden im Folgenden genauer dargestellt.</p>
<h4 id="wissens--und-technologietransfer">2.1.1 Wissens- und Technologietransfer</h4>
<p>Es liegt keine explizite Landesstrategie zum Wissens- und Technologietransfer an Hochschulen vor. Das Thema wird jedoch im Rahmen der <a href="https://www.hamburg.de/contentblob/2325538/5e8c6994fae2f250644ecfa4fb6d393a/data/strategischen-leitlinien-der-innovationsallianz-hamburg.pdf">Innovationsallianz</a> behandelt, welche 2010 strategische Leitlinien und Handlungsbedarfe in Zusammenarbeit mit Akteur_innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik veröffentlicht und 2014 im Rahmen der <a href="https://www.hamburg.de/contentblob/4612440/f4fbf213d2c3e9136e83337595f52821/data/regionale-innovationsstrategie-hamburg.pdf">Regionalen Innovationsstrategie 2020 der Freien und Hansestadt Hamburg</a> weiterentwickelt hat. Im Bereich Wissenschaft verfolgt die Innovationsstrategie das übergreifende Ziel, attraktive Studienbedingungen zu erhalten beziehungsweise auszubauen, die Qualität der Lehre zu sichern sowie die Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationspotenziale der Hamburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu stärken. Ein konkretes Ziel dabei ist die Implementierung des Wissens- und Technologietransfers als strategische Aufgabe durch Erstellung von Transfer- und Verwertungsstrategien, die sich in die jeweiligen Forschungsstrategien und Schwerpunktsetzungen einbetten.</p>
<p>Für den Wissens- und Technologietransfer existieren v.a. <a href="https://www.hamburg.de/wirtschaft/hochschul-kooperation/">zwei</a> Einrichtungen, die die Zusammenarbeit der Hamburger Hochschulen und der Wirtschaft stärken wollen: <a href="https://tutech.de/">TuTech Innovation</a> mit der <a href="https://hamburginnovation.de/">Hamburg Innovation</a> und die <a href="https://iks-hamburg.de/index.php/page/IKS-Hamburg">Innovations Kontakt Stelle</a>.</p>
<h4 id="open-access">2.1.2 Open Access</h4>
<p>Das Programm <a href="https://www.hamburg.de/openscience/">Hamburg Open Science</a> (HOS) setzt die Landesstrategie für Open Access um, die von den staatlichen Hamburger Hochschulen, der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (SUB) und der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) im Rahmen einer nicht veröffentlichten Machbarkeitsstudie entwickelt wurde. Die Zielsetzung von HOS ist, Quellen und Ergebnisse öffentlich finanzierter Forschung frei zugänglich zu machen und dabei Open Access als Teil von <a href="http://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/59359/haushaltsplan_2017_2018_einzelplan_3_2_der_behoerde_fuer_wissenschaft_forschung_und_gleichstellung_programm_hamburg_open_science_hos.pdf">Open Science</a>zu verfolgen.</p>
<p>Die Umsetzung von HOS soll ab dem Jahr 2018 in vier Programmlinien erfolgen:</p>
<ul>
<li>Open-Access-Publikationen</li>
<li>Forschungsdatenmanagement</li>
<li>Forschungsinformationssysteme</li>
<li>Gestaltung des digitalen Kulturwandels</li>
</ul>
<h3 id="lehre-lehre">2.2 Lehre</h3>
<p>Es gibt keine separate Landesstrategie für die Hochschullehre. Bezüglich Digitalisierung und Hochschullehre wird die Hamburger Strategie in der Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft <a href="https://www.buergerschaft-hh.de/ParlDok/dokument/47665/digitales-lehren-und-lernen-an-den-staatlichen-hamburger-hochschulen.pdf">Digitales Lehren und Lernen an den staatlichen Hamburger Hochschulen</a> formuliert.</p>
<p>Das genannte Dokument fußt auf den vier strategischen Handlungsbereichen, die in einer 2014 gegründeten Arbeitsgruppe mit Vertreter_innen der staatlichen Hochschulen, der Multimedia Kontor Hamburg GmbH, der Behörde für Wissenschaft und Forschung und der Senatskanzlei vier strategische Handlungsbereiche ausgehend von dem aktuellen Stand digitaler Lehre definiert wurden:</p>
<ul>
<li>Fachliche Blended-Learning-Angebote im Übergangsbereich und in der Weiterbildung</li>
<li>Zielgruppenspezifische Angebote im Bereich Medienbildung innerhalb der Hochschulen</li>
<li>Zielgruppenoffene Angebote für Zielgruppen außerhalb der Hochschulen</li>
<li>Infrastrukturen i.S. einer hochschulübergreifenden Plattform</li>
</ul>
<p>In der Arbeitsgruppe und in drei Workshops mit dem Ersten Bürgermeister wurden darüber hinaus i.S. einer hochschulübergreifenden Strategie Zielsetzungen formuliert, die in den Handlungsbereichen auf drei Ebenen erreicht werden sollen:</p>
<p><strong>Hochschulen</strong>:</p>
<ul>
<li>Qualitätssteigerung von Studium und Lehre durch die Ergänzung von Präsenzlehre</li>
<li>Umgang mit zunehmender Heterogenität von Studieninteressierten und Studierenden</li>
<li>Erleichterung von Bildungsübergängen</li>
</ul>
<p><strong>Gesellschaft</strong>:</p>
<ul>
<li>Öffnung und Durchlässigkeit von akademischer Bildung für Zielgruppen außerhalb der Hochschulen</li>
<li>Erreichen von Zielgruppen für die berufliche Weiterbildung</li>
</ul>
<p><strong>Wissenschaftsmetropole</strong>:</p>
<ul>
<li>Sichtbarkeit der Innovationsfähigkeit von Hamburg</li>
<li>Nationale und internationale Vernetzungen</li>
<li>Hamburg als Standort für hochwertige Lehre und Forschung</li>
</ul>
<p>Ausgehend davon setzt die HOOU (s.u.) die Digitalisierungsstrategie für Hamburger Hochschulen im Bereich Hochschullehre um.</p>
</div>
<h3 id="planung">3 Hochschulentwicklungsplanung</h3>
<p>Es besteht keine hochschulübergreifende Rahmenvereinbarung.<br />
Mit den Hochschulen werden <a href="https://wissenschaft.hamburg.de/hochschulvereinbarungen/">individuelle Hochschulvereinbarungen</a> abgeschlossen. In den aktuellen Hochschulvereinbarungen (2013-2020) sind jedoch folgende Themenfelder identisch:</p>
<ul>
<li>Ausbau des Engagements in der wissenschaftlichen Weiterbildung</li>
<li>Entwicklung oder Ausbau eines Internationalisierungskonzeptes (Mit Ausnahme der Hochschule für Musik und Theater, die den Fokus auf der Stärkung der interkulturellen Kompetenz der Studierenden setzt)</li>
<li>Gleichstellung</li>
<li>barrierefreies Studium behinderter Studierender</li>
</ul>
<p>Digitalisierung oder digitale Lehre sind kein Thema der Hochschulvereinbarungen.</p>
<p><em>Stand: 07.11.2018</em></p>
<!-- Fallbeschreibung Hamburg -->
In Hamburg gibt es aktuell acht Hochschulen, von denen drei Hochschulen eine eigene, öffentlich zugängliche Digitalisierungsstrategie besitzen.
## 1 Landesstrategie {#land}
Die Landesstrategie [Digitale Stadt bzw. Die Digitalisierung der großen Stadt – Chancen für Wirtschaftskraft, Kommunikation und öffentliche Dienstleistungen](https://www.hamburg.de/contentblob/9260384/ed1cb41d024dbef3f62bd9cd834ca838/data/strategie-deutsch.pdf) wurde 2015 von der Senatskanzlei auf Deutsch und Englisch veröffentlicht. Es werden Felder und Projekte benannt, in denen Hamburg bereits aktiv ist und weiterhin aktiv sein wird. Dabei werden die Fachbehörden aufgefordert, Teilstrategien zu entwickeln.
Die Bereiche Digitalisierung und Hochschulbildung werden unter der Schaffung der [Hamburg Open Online University (HOOU)](https://www.hoou.de/) thematisiert.
Die Landesstrategie umfasst folgende Felder und Projekte, in denen sich Hamburg bereits engagiert und auch in Zukunft fokussiert:
**Felder**
- Digitale Infrastruktur (Breitband)
- Digitale Kommunikation ([Transparenzportal](http://transparenz.hamburg.de/das-transparenzportal/))
- Digitale Daseinsvorsorge (Transportmittel, Bildungsnetze)
**Projekte**
- Digitale Verwaltung (u.a. Open Data-Strategie, Transparenzportal)
- Intelligente Verkehrssysteme
- smartPORT
- Intelligente Bildungsnetze (Zugänge zu Bildungsangeboten im Schulbereich)
- Smarte Geodaten
- Smart Energy (u.a. virtuelle Kraftwerke, Speicher)
- eCulture
Für die Bereiche Digitalisierung und Hochschulbildung ist die [Hamburg Open Online University (HOOU)](https://www.hoou.de/) maßgeblich.
Mit der HOOU sollen
- interaktive digitale Lehr- und Lernangebote ergänzt werden
- digitale Angebote für den Übergang von Schule zu Hochschule und die Studieneingangsphase bereitgestellt werden
- die zunehmende Heterogenität von Studieninteressierten und Studierenden berücksichtigt werden
- hochschulische Lehrangebote auch für Zielgruppen außerhalb der Hochschulen zugänglich gemacht werden
- neue Zielgruppen für die Hochschulen im Bereich der beruflichen Weiterbildung erschlossen werden.
Die HOOU wird zudem als hochschulübergreifende Digitalisierungsstrategie der Hamburger Hochschulen thematisiert, die Ausdruck in einer selbst entwickelten und -betriebenen Plattform, der Entwicklung von frei verfügbaren Lehr- und Lernmaterialien (Open Educational Resources) sowie der Etablierung von Strukturen für Qualifizierungsmaßnahmen (Digital Qualification) findet.
Eine weitere wesentliche Zielsetzung stellt die Einrichtung eines Digital City Science Lab durch die HafenCity Universität Hamburg (HCU) und bspw. dem Media Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Das Digital City Science Lab bearbeitet die Themen Interdisziplinäre Stadtforschung und Digitale Stadt in drei Arbeitsschwerpunkten:
- Grundlagenforschung
- Angewandte Forschung
- Beratung durch Think Tank
## 2 Landesweite Hochschulstrategie in den Leistungsbereichen Forschung und Lehre {#forschung-lehre}
Es gibt keine separaten Landestrategien in den Bereichen Forschung und Lehre. Auch über ein hochschulübergreifendes Zentrum für Hochschuldidaktik verfügt Hamburg nicht. Im Bereich Digitalisierung in Lehre und Forschung bestehen allerdings Verbünde, die schriftlich formulierte, strategische Zielsetzungen umsetzen. An dieser Stelle sind zu nennen die [Regionale Innovationsstrategie 2020 der Freien und Hansestadt Hamburg](https://www.hamburg.de/contentblob/4612440/f4fbf213d2c3e9136e83337595f52821/data/regionale-innovationsstrategie-hamburg.pdf) der [Innovationsallianz](https://www.hamburg.de/contentblob/2325538/5e8c6994fae2f250644ecfa4fb6d393a/data/strategischen-leitlinien-der-innovationsallianz-hamburg.pdf), die durch [Hamburg Open Science](https://www.hamburg.de/openscience/) (HOS) umgesetzte Landesstrategie für Open Access sowie die Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft [Digitales Lehren und Lernen an den staatlichen Hamburger Hochschulen](https://www.buergerschaft-hh.de/ParlDok/dokument/47665/digitales-lehren-und-lernen-an-den-staatlichen-hamburger-hochschulen.pdf).
### 2.1 Forschung {#forschung}
Es liegt keine separate Landesstrategie für den Bereich Forschung vor. Jedoch wird dieser sowohl im Strategiepapier [Digitale Stadt](https://www.hamburg.de/contentblob/9260384/ed1cb41d024dbef3f62bd9cd834ca838/data/strategie-deutsch.pdf) als auch in der [Regionalen Innovationsstrategie 2020 der Freien und Hansestadt Hamburg](https://www.hamburg.de/contentblob/4612440/f4fbf213d2c3e9136e83337595f52821/data/regionale-innovationsstrategie-hamburg.pdf) und über die [Hamburg Open Science](https://www.hamburg.de/openscience/) (HOS) thematisiert. Diese werden im Folgenden genauer dargestellt.
#### 2.1.1 Wissens- und Technologietransfer
Es liegt keine explizite Landesstrategie zum Wissens- und Technologietransfer an Hochschulen vor. Das Thema wird jedoch im Rahmen der [Innovationsallianz](https://www.hamburg.de/contentblob/2325538/5e8c6994fae2f250644ecfa4fb6d393a/data/strategischen-leitlinien-der-innovationsallianz-hamburg.pdf) behandelt, welche 2010 strategische Leitlinien und Handlungsbedarfe in Zusammenarbeit mit Akteur_innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik veröffentlicht und 2014 im Rahmen der [Regionalen Innovationsstrategie 2020 der Freien und Hansestadt Hamburg](https://www.hamburg.de/contentblob/4612440/f4fbf213d2c3e9136e83337595f52821/data/regionale-innovationsstrategie-hamburg.pdf) weiterentwickelt hat. Im Bereich Wissenschaft verfolgt die Innovationsstrategie das übergreifende Ziel, attraktive Studienbedingungen zu erhalten beziehungsweise auszubauen, die Qualität der Lehre zu sichern sowie die Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationspotenziale der Hamburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu stärken. Ein konkretes Ziel dabei ist die Implementierung des Wissens- und Technologietransfers als strategische Aufgabe durch Erstellung von Transfer- und Verwertungsstrategien, die sich in die jeweiligen Forschungsstrategien und Schwerpunktsetzungen einbetten.
Für den Wissens- und Technologietransfer existieren v.a. [zwei](https://www.hamburg.de/wirtschaft/hochschul-kooperation/) Einrichtungen, die die Zusammenarbeit der Hamburger Hochschulen und der Wirtschaft stärken wollen: [TuTech Innovation](https://tutech.de/) mit der [Hamburg Innovation](https://hamburginnovation.de/) und die [Innovations Kontakt Stelle](https://iks-hamburg.de/index.php/page/IKS-Hamburg).
#### 2.1.2 Open Access
Das Programm [Hamburg Open Science](https://www.hamburg.de/openscience/) (HOS) setzt die Landesstrategie für Open Access um, die von den staatlichen Hamburger Hochschulen, der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (SUB) und der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) im Rahmen einer nicht veröffentlichten Machbarkeitsstudie entwickelt wurde. Die Zielsetzung von HOS ist, Quellen und Ergebnisse öffentlich finanzierter Forschung frei zugänglich zu machen und dabei Open Access als Teil von [Open Science ](http://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/59359/haushaltsplan\_2017\_2018\_einzelplan\_3\_2\_der\_behoerde\_fuer\_wissenschaft\_forschung\_und\_gleichstellung\_programm\_hamburg\_open\_science\_hos.pdf)zu verfolgen.
Die Umsetzung von HOS soll ab dem Jahr 2018 in vier Programmlinien erfolgen:
- Open-Access-Publikationen
- Forschungsdatenmanagement
- Forschungsinformationssysteme
- Gestaltung des digitalen Kulturwandels
### 2.2 Lehre {lehre}
Es gibt keine separate Landesstrategie für die Hochschullehre. Bezüglich Digitalisierung und Hochschullehre wird die Hamburger Strategie in der Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft [Digitales Lehren und Lernen an den staatlichen Hamburger Hochschulen](https://www.buergerschaft-hh.de/ParlDok/dokument/47665/digitales-lehren-und-lernen-an-den-staatlichen-hamburger-hochschulen.pdf) formuliert.
Das genannte Dokument fußt auf den vier strategischen Handlungsbereichen, die in einer 2014 gegründeten Arbeitsgruppe mit Vertreter_innen der staatlichen Hochschulen, der Multimedia Kontor Hamburg GmbH, der Behörde für Wissenschaft und Forschung und der Senatskanzlei vier strategische Handlungsbereiche ausgehend von dem aktuellen Stand digitaler Lehre definiert wurden:
- Fachliche Blended-Learning-Angebote im Übergangsbereich und in der Weiterbildung
- Zielgruppenspezifische Angebote im Bereich Medienbildung innerhalb der Hochschulen
- Zielgruppenoffene Angebote für Zielgruppen außerhalb der Hochschulen
- Infrastrukturen i.S. einer hochschulübergreifenden Plattform
In der Arbeitsgruppe und in drei Workshops mit dem Ersten Bürgermeister wurden darüber hinaus i.S. einer hochschulübergreifenden Strategie Zielsetzungen formuliert, die in den Handlungsbereichen auf drei Ebenen erreicht werden sollen:
**Hochschulen**:
- Qualitätssteigerung von Studium und Lehre durch die Ergänzung von Präsenzlehre
- Umgang mit zunehmender Heterogenität von Studieninteressierten und Studierenden
- Erleichterung von Bildungsübergängen
**Gesellschaft**:
- Öffnung und Durchlässigkeit von akademischer Bildung für Zielgruppen außerhalb der Hochschulen
- Erreichen von Zielgruppen für die berufliche Weiterbildung
**Wissenschaftsmetropole**:
- Sichtbarkeit der Innovationsfähigkeit von Hamburg
- Nationale und internationale Vernetzungen
- Hamburg als Standort für hochwertige Lehre und Forschung
Ausgehend davon setzt die HOOU (s.u.) die Digitalisierungsstrategie für Hamburger Hochschulen im Bereich Hochschullehre um.
### 2.3 Hochschulverbund {#verbund}
Als Hochschulverbund in Hamburg ist die [Hamburg Open Online University](http://hoou.de) (HOOU) anzuführen. Die HOOU besteht seit 2015 und versteht sich als "[Netzwerk](https://www.hoou.de/footer-items/6f8c52c9-74e1-4303-aa35-1ea174995a8b)" der sechs staatlichen Hamburger Hochschulen, der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, der Senatskanzlei sowie dem Multimedia Kontor Hamburg.
Die HOOU nahm, wie in der Strategie Digitale Stadt (s.o.) beschlossen, ihre Arbeit 2015 auf. Von 2015 bis Ende 2016 wurde sie als Vorprojekt gefördert, um mit allen Akteur_innen ein gemeinsames Konzept zu entwickeln und die technische Basis zu schaffen. [Ziel](ttps://www.synergie.uni-hamburg.de/de/media/ausgabe01/synergie01-beitrag12-hoou.pdf%20) war es, Synergien zu nutzen im Bedarfsfall ergänzende Strukturen zu etablieren. In diesem Rahmen wurden die ersten "Early Bird Projekte" durch die HOOU gefördert.
Die HOOU geht der Fragestellung nach, wie man in Zukunft lernt. Die digitalen Lernangebote sollen:
- interdisziplinäre und hochschulübergreifende Bearbeitung von Aufgaben, Problemstellungen und Projekten ermöglichen
- klassische Präsenzlehre ergänzen
- frei zugänglich sein
- einen digitalen Raums für Studierende, Lehrende und alle Interessierten schaffen.
Den "Markenkern" der HOOU bilden dabei vier [Leitideen](https://www.hoou.de/footer-items/ea4bff0d-c09a-4764-a3eb-c4b881b0136d):
1. Lernendenorientierung und Kollaboration
Die Erstellung der Lernangebote erfolgt ausgehend von den Merkmalen und Zielen der Lernenden und spezifischen Problemstellungen und Themenfeldern.
2. [Wissenschaftlichkeit](https://www.synergie.uni-hamburg.de/de/media/ausgabe01/synergie01-beitrag12-hoou.pdf%20)
Die Lernmaterialien werden auf akademischem Niveau erstellt und fördern das wissenschaftliche Denken und Arbeiten.
3. Öffnung für neue Zielgruppen und zivilgesellschaftliche Relevanz
Die Angebote ermöglichen die Auseinandersetzung mit akademischen Inhalten für alle Interessierten.
4. Openness/OER
Alle Lernmaterialien werden als Offene Bildungsressourcen (Open Educational Resources (OER)) angeboten, die weiterverwendet und -entwickelt werden können. Zudem sollen vor allem Open-Source-Software und offene Lizenzen genutzt werden. Alle aktuell 50 Lernangebote werden auf der zentralen [Plattform](https://www.hoou.de/) zur Verfügung gestellt.
**Struktur**
Die HOOU besteht aus vier wesentlichen Funktionsbereichen, die untenstehend erläutert werden:
- Lenkungsgruppe
- Steuerungsgruppe
- Hochschulübergreifende Expertengruppen
- Expertengruppenübergreifende Arbeitsgemeinschaften