Commit b429d9c4 authored by Axel Dürkop's avatar Axel Dürkop
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......@@ -18,7 +18,7 @@ Doktorandinnen und Doktoranden der TUHH
* Die Teilnehmenden kennen verschiedene [Tools](./tools/einleitung.md) zum [Kollaborieren](./techniken/kollaborieren.md).
## Inhaltliche Kurzbeschreibung
Wer mit anderen kollaboriert, kommt weiter. Den Eindruck kann man zumindest bei einem Blick auf aktuelle Trends in Forschung und Lehre gewinnen. Zahlreiche Tools befördern eine effektive Zusammenarbeit beim [Recherchieren](./techniken/recherchieren.md) und [Bibliographieren](./techniken/bibliographieren.md), beim [Datensammeln](./techniken/erheben.md) und -[auswerten](./techniken/auswerten.md), beim [Programmieren](./techniken/programmieren.md) sowie beim [Schreiben](./techniken/schreiben.md) von Forschungsarbeiten inklusive anschließender Veröffentlichung.
Wer mit anderen kollaboriert, kommt weiter. Den Eindruck kann man zumindest bei einem Blick auf aktuelle Trends in Forschung und Lehre gewinnen. Zahlreiche Tools befördern eine effektive Zusammenarbeit beim Recherchieren und Bibliographieren, beim Datensammeln und -auswerten, beim Programmieren sowie beim Schreiben von Forschungsarbeiten inklusive anschließender Veröffentlichung.
Der Workshop zeigt auf, warum Kollaboration in der Wissenschaft viele Mehrwerte bringt, was unter Open Science verstanden wird und welche [Tools](./tools/einleitung.md) für die tägliche Arbeit in Forschung und Lehre gewinnbringend eingesetzt werden können.
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## Trends
* [Einleitung](./trends/einleitung.md)
* [Open Source](./trends/opensource.md)
* [Open Education](./trends/openeducation.md)
* [Open Science](./trends/openscience.md)
* [Open Access](./trends/openaccess.md)
* [Open Education](./trends/openeducation.md)
## Techniken
* [Einleitung](./techniken/einleitung.md)
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* [Zotero-Gruppe](./literatur/zotero.md)
## Meta
* [Impressum](./meta/impressum.md)
* [Kontakt](./meta/kontakt.md)
* [Beitragen](./meta/beitragen.md)
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"image-captions"
"image-captions", "mermaid-gb3", "noembed"
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"caption": "Abbildung: _CAPTION_"
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......
# Kontakt
Axel Dürkop
Technische Universität Hamburg
Institut für Technische Bildung und Hochschuldidaktik
Am Irrgarten 3-9
21073 Hamburg
Fon +49 40 42878-4050
Web http://itbh-hh.de/de/institut/mitarbeiter/axel-duerkop
Social [xldrkp@rhizome.hfbk.net](https://rhizome.hfbk.net/people/a29dc5c0ab2201337b0f00163edac929)
Twitter [@xldrkp](https://twitter.com/xldrkp)
GitHu https://github.com/xldrkp
GitLab https://collaborating.tuhh.de/users/xldrkp/projects
h1, h2, h3, h4 {
line-height: 1.2em;
}
.markdown-section blockquote > * {
font-size: 0.9em;
line-height: 1.4em;
}
.book-summary ul.summary li a {
padding: 3px 15px;
}
......
# Einleitung
# Techniken des Kollaborierens
# Schreiben
http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/kollaborativ/
# Einleitung
# Tools für das Kollaborieren in Lehre und Forschung
In den folgenden Abschnitten werden einige Tools vorgestellt. Sie wurden ausgewählt, weil an ihnen verschiedene Szenarien für Lehre und Forschung entfaltet werden können, die nicht zwingend *Offenheit* und *Transparenz* bedingen. Denn die Erfahrung zeigt, dass sich Lehrende und Forschende in der Regel an Offenheit herantasten, ausprobieren, experimentieren. Sie brauchen dafür Umgebungen, für die sie selbst bestimmen können, wann sie sie wie und wie weit öffnen wollen. Auf diese wichtige Rahmenbedingung des Kollaborierens soll im Workshop eingegangen werden.
## Wollen und Können
Kollaborieren in Lehre und Forschung hat zwei notwendige Bedingungen: Wollen und Können. Das Wollen ist eher eine Haltungsfrage, vielleicht auch die Folge der Einsicht, dass Kollaborieren viele Vorteile hat. Das Wollen allein reicht aber meist nicht aus, es sind Kenntnisse und Fertigkeiten erforderlich, die die Teilhabe an einem kollaborativen Projekt erst möglich machen. Christian Heise (2017) fasst es so:
> "[...] Im digitalen Zeitalter besteht der Kern kommunizierbaren Wissens nicht mehr aus dem gedruckten Wort, sondern aus Code und Daten. Will man demzufolge die Rohform von Wissen lesen, verstehen, interpretieren oder verändern – alles Grundvoraussetzungen für die Erstellung wissenschaftlicher (Qualifikations-)Arbeiten – muss man diesen Code lesen, verstehen und schreiben können. Die Vorteile von digitalem Teilen und Verbreiten von Wissen erfüllen sich folglich bisher nur für den, der für die Migration das nötige Know-how hat. [...] Dabei ist die Veränderung der Arbeitsweise analoger Methoden, von Speicher- und Arbeitsmedien sowie Tools auf digitale Formate für die Gewinnung von Wissen als unausweichlich zu betrachten. Diese Notwendigkeit für eine ausgewogenen Betrachtung findet bei der Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern und Nachwuchswissenschaftlerinnen bisher viel zu wenig Berücksichtigung" (Heise, 2017, [Zusammenfassung](http://live.offene-doktorarbeit.de/chapter/Zusammenfassung), "Erkenntnisse aus dem offenen Verfassen der Arbeit", Absatz 7).
Das bedeutet, dass Teilhabe an modernen Arbeitsprozessen in Forschung und Lehre nur denjenigen möglich ist, die souverän mit digitalen Werkzeugen, Arbeitsweisen und Formaten umgehen können. Versteht man Teilhabe dazu nicht nur als "Mitmachen", sondern auch als "Mitgestalten", wachsen die Anforderungen an die Ausbildung von Wissenschaftler_innen. Denn Können heißt dann nicht nur "bedienen" von Software, sondern auch "(Mit)entwicklung". Damit schließt sich dann der Kreis wieder zur [Open-Source-Bewegung](../trends/opensource.md).
## Welche Techniken muss ich kennen?
Auch diese Frage ist vor dem Hintergrund von Heises Postulat schwer zu beantworten. Allerdings ist zu beobachten, dass eine Technik für das Kollaborieren im großen Kontext von *Openness* immer wichtiger zu werden scheint: Die Arbeit mit [Git](https://git-scm.com/) und [GitHub](https://github.com/). Der Workshop arbeitet demzufolge auch darauf hin, ein grundsätzliches Verständnis für diese praxisorientierte (Kultur)technik des Teilens zu vermitteln.
## Welche Tools muss ich kennen?
Die Frage kann nicht abschließend beantwortet werden, da ständig neue Tools und Plattformen veröffentlicht werden, die meist einen kollaborativen Arbeitsstil unterstützen. Daher geht es eher um die Haltung zum Spielen und Experimentieren mit diesen Tools. Für diesen Workshop wurden einige ausgewählt, die exemplarisch zeigen sollen, wie offene und kollaborative Praktiken in Forschung und Lehre mit zeitgemäßen Tools aussehen können.
## Referenzen
* Heise, C. (2017). Von Open Access zu Open Science: Zum Wandel von wissenschaftlicher Kommunikation. Lüneburg: Leuphana. Zugriff am 4.2.2017. Verfügbar unter: http://live.offene-doktorarbeit.de/uebersicht
# Etherpad
[Etherpad](https://github.com/ether/etherpad-lite) ist eine Software, die das kollaborative Bearbeiten von Dokumenten im Browser ermöglicht. Sie eignet sich hervorragend für verschiedene didaktische Methoden in der Lehre.
## Ethercalc
[Ethercalc](https://github.com/audreyt/ethercalc) ist dem Ansatz von Etherpad nachempfunden und ermöglicht das gemeinsame Erfassen von Daten in einer Tabelle. Damit ist Ethercalc auch für die bestimmte Szenarien von Erhebungen und Auswertungen geeignet.
## Alternativen zu Googles Werkzeugkiste
Geht man nach Komfort, Design und Feature-Reichtum, schneiden die Tools von Google möglicherweise besser ab als die beiden genannten Lösungen. Allerdings handelt es sich bei Etherpad und Ethercalc um freie Software, die eine vollständige Kontrolle von Quellcode und erfassten Daten erlaubt.
## Denkbare Szenarien
### Gruppenarbeit
Ein Etherpad begleitend zu einer Präsenzveranstaltung aufzusetzen, kann viele positive Effekte haben:
* kollaboratives Protokollieren und Dokumentieren der Sitzung
* einfaches Verbreiten von Links für Dozent_innen: Will die Lehrperson spontan die Teilnehmenden auf eine Website lenken, ruft sie die entsprechende Website im eigenen Browser auf und kopiert den Link ins Etherpad. Alle Teilnehmenden, die das Etherpad geöffnet haben, brauchen nun nur noch auf den Link zu klicken.
* Diskussion über Autorenschaft
### Call for Participation über Twitter
Ein mittlerweile häufiger anzutreffendes Szenario für eine sehr offene Kollaboration findet sich beim [Mozilla Science Lab](https://science.mozilla.org/). Über Twitter verbreiten Arbeitsgruppen Links zu Etherpads verbunden mit einem *Call for Participation*. So ließen sich auch qualitative Umfragen unter Followern auf Twitter ebenso anstoßen wie eine Aufforderung zum Erfassen von Daten in einem Tabellenblatt.
{{ 'https://twitter.com/MozillaScience/status/827593351507615745' | noembed }}
*Tweet: Mitschnitt und Etherpad einer partizipativen Videokonferenz*
## Welches Etherpad nehmen?
* Die TUHH hostet [einen eigenen Etherpad-Dienst](https://laurana05.rz.tu-harburg.de/).
* Das [ZUM-Wiki](https://zumpad.zum.de/) ist im deutschsprachigen Raum ebenfalls eine verlässliche Instanz.
* Ethercalc ist nicht so häufig vertreten und kann z.B. [direkt beim Entwickler](https://ethercalc.net/#about) genutzt werden.
## Tipps
* Spielt ein Etherpad eine entscheidende Rolle in einer Lehrveranstaltung, sollte man immer einen zweiten Dienst im Zugriff haben. Es kommt immer mal wieder vor, dass ein Etherpad streikt.
* Schüler_innen aber auch Studierende lieben den Chat am Rand des Etherpads und nutzen ihn anfangs nicht unbedingt so, wie man es gern hätte. Die Erfahrung zeigt, dass man dem Ausprobieren des Chats genügend Raum und Zeit lassen sollte, dann läuft sich das von allein zurecht.
## Referenzen
* [Kollaboratives Schreiben mit Web 2.0](http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/kollaborativ/). Ausführliches Szenario mit Abwägung zu Vor- und Nachteilen
# Einleitung
# Trends in Forschung und Lehre
Zusammenarbeit in Forschung und Lehre gibt es schon seit Langem. Allerdings bildet das deutsche Wort nicht alle Facetten der Qualität dieser Zusammenarbeit ab, die sich mit dem Verb *to collaborate* ausdrücken lassen. Merriam-Webster definiert es wie folgt:
> "1: to work jointly with others or together especially in an intellectual endeavor `<An international team of scientists collaborated on the study.>`
> 2: to cooperate with or willingly assist an enemy of one's country and especially an occupying force `<suspected of collaborating with the enemy>`
> 3: to cooperate with an agency or instrumentality with which one is not immediately connected `<The two schools collaborate on library services.>`"[^1]
## Kooperieren oder Kollaborieren?
Bei der Differenzierung von *to collaborate* und *to cooperate* hilft der Migrationsforscher Mark Terkessides (2015):
> "[...] Kollaboration ist etwas ungleich Schwierigeres als Kooperation. Bei Kooperation treffen verschiedene Akteure aufeinander, die zuammenarbeiten und die sich nach der gemeinsamen Tätigkeit wieder in inaktive Einheiten auflösen. Kollaboration meint dagegen eine Zusammenarbeit, bei der die Akteure einsehen, dass sie selbst im Prozess verändert werden, und diesen Wandel sogar begrüßen" (S. 14).
## Darf man "Kollaboration" verwenden?
Die zweite Bedeutung des englischen Wortes *collaborate* weist auf die negative Konnotation des Wortes *Kollaboration* hin, derer sich Terkessides durchaus bewusst ist. In einem Zeitungsinterview (Djordjevic, 2015) nennt er den Grund, warum er es dennoch für brauchbar hält, um aktuelle Formen der Zusammenarbeit zu benennen:
> "Ich beziehe mich in meinen Überlegungen auf beide Bedeutungen des Begriffs. Auf der einen Seite ist jeder von uns auf die eine oder andere Weise Kollaborateur. Wir sind unzufrieden mit dem kapitalistischen Wildwuchs, den Defiziten der Demokratie, dem Funktionieren der Bürokratie und so weiter, stehen diesen Zuständen aber oft auch ohnmächtig gegenüber, weil wir nicht in der Lage sind, etwas zu ändern. Also schließen wir im Alltagsleben Kompromisse und kollaborieren – im negativen Sinne. Gleichzeitig sehe ich aber immer mehr interessante Formen der Selbstorganisation. Die Idee war, die positive Bedeutung als konkrete Utopie gegen die negative zu wenden" (Absätze 4 und 5).
## Kollaborieren in Lehre und Forschung
Übertragen auf den Kontext von Lehre und Forschung heißt das, dass Wissenschaftler_innen in einem Spannungsfeld von Unzufriedenheit und kreativer Selbstorganisation agieren. Vieles am Wissenschaftssystem kann kritisiert werden, wir sind aber nicht in der Lage, die Umstände von heute auf morgen zu ändern. Es scheint, als bräuchten wir einen langen Atem, um Wirkung zu erzeugen.
## Ziel des Vortrags
Dieser Workshop unternimmt in Bezug auf Terkessides den Versuch, "[...] die positive Bedeutung als konkrete Utopie gegen die negative zu wenden" (Djordjevic, 2015, Absatz 5). Er zeigt Trends und Organisationsformen in Forschung und Lehre auf, die ausdrücken, wie Wissenschaftler_innen heute konkret zusammenarbeiten, um Wissenschaft und Wissensgesellschaft mitzugestalten.
## Referenzen
* Djordjevic, V. (2015, Dezember 7). Mark Terkessidis: Kollaboration ist keine Sozialromantik. iRights - Kreativität und Urheberrecht in der digitalen Welt. Zugriff am 17.3.2016. Verfügbar unter: https://irights.info/artikel/kollaboration-ist-keine-sozialromantik/26565
* Terkessidis, M. (2015). Kollaboration (Edition Suhrkamp) (Erste Auflage, Originalausgabe.). Berlin: Suhrkamp.
[^1]: Collaborate. (n.d.). Retrieved February 4, 2017, from https://www.merriam-webster.com/dictionary/collaborate
# Open Access
Zu Open Access gab es in dieser Workshopreihe schon den Vortrag ["#3 Forschung sichtbar machen – Wege zu Open Access"](https://www.tub.tuhh.de/blog/2017/01/11/collect-write-publish-eine-werkzeugkiste/) und auch [frei zugängliche Materialien](https://www.tub.tuhh.de/wp-content/uploads/2017/01/OpenAccess-Collect-Write-Publish-2017.pdf) dazu.
## Referenzen
* Suber, P. (2012). Open Access (MIT Press essential knowledge series). Cambridge, Mass: MIT Press. Zugriff am 4.2.2017. Verfügbar unter: https://mitpress.mit.edu/sites/default/files/9780262517638_Open_Access_PDF_Version.pdf
# Open Science
Der Begriff *Open Science* zieht immer weitere Kreise. Darauf deuten zumindest einige neue Initiativen und Entwicklungen hin, die in diesem Workshop gezeigt und vorgestellt werden sollen.
## Was ist Open Science?
Im Blog ["The OpenScience Project"](http://www.openscience.org/blog/?p=269) sind die "four fundamental goals" von *Open Science* zusammengefasst:
>* Transparency in experimental methodology, observation, and collection of data.
>* Public availability and reusability of scientific data.
>* Public accessibility and transparency of scientific communication.
>* Using web-based tools to facilitate scientific collaboration.
Christian Heise nach ist *Open Science* die Fortsetzung des *Open Access-Ansatzes*. In seiner offenen Doktorarbeit (2017) sagt er:
> "Die forschungsleitende Hypothese dieser Arbeit ist, dass sich die Öffnung des Zugangs zu wissenschaftlichen Erkenntnissen für die Gesamtgesellschaft (Open Access) in einer Übergangsphase zur Öffnung des Zugriffs auf den gesamten wissenschaftlichen Erkenntnisprozess (Open Science) befindet" (s. [Abstract](http://live.offene-doktorarbeit.de/chapter/Abstract#top)).
Allerdings haben seine Forschungen ergeben, dass es zumindest in Deutschland noch ein weiter Weg zu *Open Science* im oben formulierten Verständnis ist. Das liegt zum einen an nur zufällig und sporadisch vorhandenen informatischen Kenntnissen, um vor den Herausforderungen von *Open Science* im Prozess des digitalen Wandels bestehen zu können. Es liegt aber auch an den Kontextbedingungen, die offene Forschung nicht eben begünstigen. Für eine tiefer gehende Betrachtung sei an dieser Stelle auf seine [offene Doktorarbeit](http://live.offene-doktorarbeit.de/uebersicht) verwiesen (Heise, 2017).
## Akteur_innen
Neben Christian Heise sollen für die weitere Beschäftigung mit dem Thema noch einige Akteur_innen genannt werden, die den Diskurs maßgeblich vorantreiben und Inspiration für verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen geben können.
* [**Mozilla Science Lab**](https://science.mozilla.org/). Initiative der [Mozilla Foundation](https://www.mozilla.org/de/). Vermittelt vornehmlich praktische Kenntnisse für die Mitgestaltung eines offenen Wissenschaftssystems.
* [**Fellow Programm Freies Wissen**](https://wikimedia.de/wiki/BildungWissenschaftKultur/Fellowprogramm) der Wikimedia Deutschland. Endet im März 2017.
* [**Open Knowledge Network Foundation (OKNF)**](https://okfn.org/about/). Setzt sich für den freien Zugang zu Daten ein und damit ein wesentlicher Akteur in der [*Open-Data-Bewegung*](https://www.bpb.de/gesellschaft/medien/opendata/).
## Referenzen
* Heise, C. (2017). Von Open Access zu Open Science: Zum Wandel von wissenschaftlicher Kommunikation. Lüneburg: Leuphana. Zugriff am 4.2.2017. Verfügbar unter: http://live.offene-doktorarbeit.de/uebersicht
# Open Source
Ein bedeutsamer Bezugspunkt ist die FLOSS-Bewegung, wenn es um aktuelle Formen der Zusammenarbeit geht. FLOSS steht für *Free/Libre Open Source Software* und fasst verschiedene divergierende Auffassungen von Softwareentwicklung und -veröffentlichung zusammen.
## Freie Software
[Richard Stallmann](https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Stallman) kann zu den einflussreichsten Akteuren dieser Bewegung gezählt werden, und heute beziehen sich noch viele Programmier_innen und Wissenschaftler_innen in ihrem Handeln auf den Programmierer und [Philosophen](https://www.gnu.org/philosophy/), wenn es um [Open Access](../trends/openaccess.md), [Open Science](../trends/openscience.md) und Open-Source-Software geht.
Als Wissenschaftler am MIT arbeitete Stallmann in den 1970er Jahren in einer Arbeitsgruppe, die selbstverständlich alle Informationen und wissenschaftlichen Ergebnisse miteinander teilte. Stallmann war davon überzeugt, dass Programme und Daten allen zugänglich sein sollten. Verschiedene Ereignisse, die Sam Williams (2002) zusammengetragen hat, machten ihn zu einem vehementen Kämpfer für *Freie Software*. So war es vornehmlich die künstliche Verknappung von Softwarequelltexten, die Stallmann das [GNU-Projekt](https://www.gnu.org/) initiieren ließen. Zudem verfasste er die [GPL](https://www.gnu.org/licenses/#GPL), die die Idee des [Copyleft](https://www.gnu.org/licenses/#WhatIsCopyleft) in die Form einer Lizenz brachte. Denn große Unternehmen wie XEROX und AT&T waren es, die anfingen, Software nur noch binär auszuliefern, sodass weder das Lernen aus den Programmen noch das Verändern ihrer Funktion möglich war.
## Die Bedeutung von Stallmann für die Kollaboration
Vor dem Hintergrund der zweiseitigen Wortbedeutung von *Kollaboration* ist Richard Stallmann eine interessante Figur. Er wendete sich nicht nur protestierend gegen die Veränderungen in der IT-Landschaft seiner Zeit, sondern ersann einen Gegenentwurf, den er mit dem GNU-Projekt aktiv umsetzte. Es bildete sich eine Form der Zusammenarbeit in der positiven Bedeutung von *Kollaboration* heraus.
## Die ganze Geschichte von FLOSS
Die Geschichte der FLOSS-Bewegung versammelt neben Richard Stallmann zahlreiche weitere Akteur_innen, die nicht minder wichtig sind, auf die aber im Rahmen dieses Workshops nicht weiter eingegangen werden kann. Die Literaturhinweise enthalten einige Texte zum Einstieg.
Wichtig ist hier vielleicht noch zu erwähnen, dass der Begriff *Open Source* auf [Eric S. Raymond](https://en.wikipedia.org/wiki/Eric_S._Raymond) zurückgeht, der die wirtschaftlichen Vorteile der Kollaboration bei der Softwareentwicklung erkannte, den Begriff *Free Software* aber zu ideologisch fand. In seinem Buch *The Cathedral and the Bazaar* erzählt Raymond (1999) die Geschichte der Bewegung aus seiner Sicht.
## Referenzen
* Raymond, E.S. (1999). The Cathedral & the Bazaar: Musings on Linux and Open Source by an Accidental Revolutionary (1. Auflage). Beijing ; Cambridge, Mass: O’Reilly.
* Williams, S. (2002). Free as in Freedom: Richard Stallman’s Crusade for Free Software. Sebastopol, Calif. : Farnham: O’Reilly. Zugriff am 4.2.2017. Verfügbar unter: http://www.oreilly.com/openbook/freedom/index.html
TODO: weitere Einführungsbücher
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