Commit 245b3db0 authored by Axel Dürkop's avatar Axel Dürkop

Update Einleitung

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......@@ -14,7 +14,7 @@ Bei der Differenzierung von *to collaborate* und *to cooperate* hilft der Migrat
## Darf man "Kollaboration" verwenden?
Die zweite Bedeutung des englischen Wortes *collaborate* weist auf die negative Konnotation des Wortes *Kollaboration* hin, derer sich Terkessides durchaus bewusst ist. In einem Zeitungsinterview (Djordjevic, 2015) nennt er den Grund, warum er es dennoch für brauchbar hält, um aktuelle Formen der Zusammenarbeit zu benennen:
Die zweite Bedeutung des englischen Wortes *collaborate* weist auf die negative Konnotation des Wortes hin, derer sich Terkessides durchaus bewusst ist. In einem Zeitungsinterview zu seinem Buch "Kollaboration" nennt er den Grund, warum er es dennoch für brauchbar hält, um aktuelle Formen der Zusammenarbeit zu benennen (Djordjevic, 2015):
> "Ich beziehe mich in meinen Überlegungen auf beide Bedeutungen des Begriffs. Auf der einen Seite ist jeder von uns auf die eine oder andere Weise Kollaborateur. Wir sind unzufrieden mit dem kapitalistischen Wildwuchs, den Defiziten der Demokratie, dem Funktionieren der Bürokratie und so weiter, stehen diesen Zuständen aber oft auch ohnmächtig gegenüber, weil wir nicht in der Lage sind, etwas zu ändern. Also schließen wir im Alltagsleben Kompromisse und kollaborieren – im negativen Sinne. Gleichzeitig sehe ich aber immer mehr interessante Formen der Selbstorganisation. Die Idee war, die positive Bedeutung als konkrete Utopie gegen die negative zu wenden" (Absätze 4 und 5).
......@@ -22,9 +22,11 @@ Die zweite Bedeutung des englischen Wortes *collaborate* weist auf die negative
Übertragen auf den Kontext von Lehre und Forschung heißt das, dass Wissenschaftler_innen in einem Spannungsfeld von Unzufriedenheit und kreativer Selbstorganisation agieren. Vieles am Wissenschaftssystem kann kritisiert werden, wir sind aber nicht in der Lage, die Umstände von heute auf morgen zu ändern. Es scheint, als bräuchten wir einen langen Atem, um Wirkung zu erzeugen.
## Ziel des Vortrags
Jenseits möglicher Kritik an den Zuständen erscheint das Zusammenarbeiten in Lehre und Forschung zu Zeiten zunehmender digitaler Durchdringung von Lebens- und Arbeitswelt große Potenziale zu bergen. Diese gilt es auszuloten. Dabei den Begriff *Kollaborieren* zu verwenden, hat den Vorteil, an die englischsprachige Debatte anzuschließen und noch etwas anderes zu auszudrücken als *zusammenarbeiten*.
Dieser Workshop unternimmt in Bezug auf Terkessides den Versuch, "[...] die positive Bedeutung als konkrete Utopie gegen die negative zu wenden" (Djordjevic, 2015, Absatz 5). Er zeigt Trends und Organisationsformen in Forschung und Lehre auf, die ausdrücken, wie Wissenschaftler_innen heute konkret zusammenarbeiten, um Wissenschaft und Wissensgesellschaft mitzugestalten.
## Ziel des Workshops
Dieser Workshop unternimmt in Bezug auf Terkessides den Versuch, "[...] die positive Bedeutung als konkrete Utopie gegen die negative zu wenden" (Djordjevic, 2015, Absatz 5). Er zeigt Trends und Organisationsformen in Forschung und Lehre auf, die ausdrücken, wie Wissenschaftler_innen heute konkret zusammenarbeiten können, um Wissenschaft und Wissensgesellschaft mitzugestalten, Forschung und Forschungsergebnisse transparenter zu machen und Potenziale in der Lehre zu nutzen, die aus der Bereitschaft entstehen, zu teilen und sich zu vernetzen.
## Referenzen
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